Durch das Programm führte Dirigent Alexander Wachsmann, der es meisterhaft verstand, nahtlose Überleitungen von einem zum nächsten Stück zu schaffen und dabei zahlreiche Zusatzinfos zu den einzelnen Liedern gab. Den Beginn machte das Rotkreuzorchester mit dem "Tochter Zion", das auf Chorsätzen von Händels Oratorien Judas Macabäus und Joshua beruht.

Mit Jazz-Elementen

Zum Mitsingen wurden die Besucher mit der Ouvertüre "Morgen kommt der Weihnachtsmann" aufgefordert. Das Stück nach einem Arrangement von Dieter Herborg beinhaltete klassische Weihnachtslieder von "Leise rieselt der Schnee" bis hin zu "Jingle Bells". Den Musikern war die Freude am Spielen anzumerken, als sie die traditionellen Melodien mit jazzigen Akkorden und swingenden Einsprengseln durchmischten und dem Stück nicht zuletzt durch die fließenden Übergänge von einer Weise in die andere eine
besondere Note verliehen. Mit aufs Eis nahmen die Musiker die Besucher mit dem Stück "Die Schlittschuhläufer" von Emil Waldteufel. Man konnte musikalisch mitverfolgen, wie der Schlittschuhläufer immer selbstsicherer seine Runden drehte, bis das Stück in einem grandiosen Finale endete.

Kraftvolle Passagen

Fehlen durfte beim Weihnachtskonzert auch nicht das "White Christmas" von Irving Berlin, das Sänger Bing Crosby berühmt gemacht hatte und als eine der erfolgreiche Singles aller Zeiten gilt. Ruhig und mit jazzigen Anklängen kam das Stück daher. Klassischer wurde es mit den Chorälen "Jesus bleibet meine Freude" und "Wachet auf, ruft uns die Stimme" von Johann Sebastian Bach. Gerade die Holzblasinstrumente sorgten für luftige Passagen. Kraftvoll und melodisch kam der zweite Choral daher und sorgte für gespannte Aufmerksamkeit im Publikum.

Einen starken Kontrast hierzu bildete das "Winterwunderland", ein Winterlieder-Potpurri nach einem Arrangement von Franz Bummerl. Swingend und leicht erklangen die Weisen von "Winter in Canada", "Top of the world" bis hin zum "Sleigh Ride". Luftig wie Pulverschnee ließ sich das Stück empfinden. "Weihnachten in den Bergen", eine Phantasie von Alfred Bösendorfer (eigentlich Kees Vlak), umfasste Weihnachtsklassiker wie "Es wird scho gleich dumpa" und "Still still still". Diesen Stücken wurde durch das raffinierte Arrangement ein ganz besonderer Touch verliehen. Das Grundthema zog sich wie ein roter Faden durchs Stück und verknüpfte die einzelnen Teile miteinander.

Ruhig oder mit Temperament

Temperamentvoller ging es dann bei der der "Petersburger Schlittenfahrt" von Richard Eilenberg zu. Feurig eilte auch die Musik dahin, sodass die Besucher begeistert mitklatschten. Wesentlich ruhiger wurde es mit dem "Dona nobis pacem". Am Ende des Konzerts durften auch ganz bekannte Weihnachtslieder zum Mitsingen nicht fehlen. Von "O Tannenbaum" bis hin zu "Es ist ein Ros entsprungen" reichte die Palette. Die Zuhörer sangen begeistert mit, bevor das Konzert dann mit dem "Oh Du fröhliche" und dem "Little Drummer Boy" festlich ausklang.

"Wir haben heute bereits zum vierten Mal in Bad Bocklet ein Weihnachtskonzert gegeben" erzählte Dirigent Alexander Wachsmann. Er und seine Musiker freuen sich schon immer auf den Auftritt in Bad Bocklet. Auch im nächsten Jahr steht der Konzerttermin bereits fest: Am 1. Weihnachtsfeiertag 2013 planen sie ihren Auftritt.