Zur Vorbereitung auf den Neubau des Kanals sind am Donnerstag Messungen in der Bad Kissinger Innenstadt durchgeführt worden.
Der Kanal in der Bad Kissinger Innenstadt hat Risse. Grundwasser sickert hinein und - das ist das Entscheidende - auch wieder hinaus. So gelangt Abwasser ins Grundwasser und "das darf nicht sein", sagt Thomas Hornung, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Bad Kissingen.
Deshalb wird der Kanal im Herbst kommenden Jahres saniert. Das Abwasser wird dann über einen neuen Kanal oberhalb des alten abgeleitet, im Alten soll künftig nur noch Grundwasser fließen.
1#googleAds#100x100
Allerdings darf sich durch den Neubau der Grundwasserspiegel nicht ändern. "Auch nach der Sanierung muss der Wasserstand derselbe sein. Deshalb benötigen wir Daten", erklärt Hornung.
Wassermenge und Druck
Dafür wurde am Donnerstag in der Grabengasse eine Untersuchung durchgeführt.
Gemessen wurde die "hydraulische Anbindung ans Grundwasser", also wieviel Liter pro Stunde durch den Kanal fließen, und wieviel ins Grundwasser entweichen. Ersteres wurde gemessen, indem die Arbeiter Wasser auf einer Seite in den Kanal fließen ließen. Auf der anderen Seite nahm eine Kamera auf, wieviel tatsächlich ankam. Bei einer zweiten Untersuchung wurde der Kanal kurzzeitig abgedichtet und die Veränderung des Wasserdrucks gemessen.
In den alten Kanal wird künftig ein neues Rohr eingesetzt. Darin "müssen die Werte wieder genauso sein", sagt Hornung. Denn wäre es zu dicht, sänke der Wasserspiegel. Wäre es zu durchlässig, stiege er an.
Die Untersuchung sei ein "wichtiger Baustein für die Ausführungsplanung" gewesen, sagt Hornung. Bis Anfang nächsten Jahres soll der Plan stehen. Dann werden laut Hornung auch die Anwohner genau informiert, wo und wann die Umbauarbeiten stattfinden werden.