"Es gibt noch viel zu tun!" Diesen Eindruck nahmen die Gemeinderäte von einer Ortseinsicht der Baustelle Wilhelm-Hegler-Halle mit. Viele neue Erkenntnisse gab es allerdings nicht. Die Arbeiten gehen weiter, ein konkretes Ende ist nicht in Sicht.

Stapel von Rigipsplatten und Säcken mit Putz, hohes Gerüst vom Hallenboden hoch zur Decke, ein Wirrwarr von Elektrokabeln, notdürftig mit Folien verschlossene Fensteröffnungen, angelehnte Heizkörper - so der aktuelle Anblick, der jedenfalls keine Begeisterung bei den Gemeinderäten auslöste. Bürgermeister Franz Kuhn ging auf die Sorgen ein: "Die eine Firma wartet auf die andere, kann nicht weitermachen, weil erst Arbeiten vorausgehen müssen. Aber wir wollen und müssen am Ball bleiben, um bis Mai/Juni fertig zu werden, auch wenn die Halle in den Sommermonaten weniger benötigt wird."

Zuversicht des Architekten

Mehr Zuversicht strahlt Architekt Johannes Messerschmitt aus: "In der ersten Märzwoche wird die Haustechnik fertig. In der Woche darauf werden alle Durchbrüche zugemauert. In allen Nebenräumen ist Estrich verlegt. In Dusch- und WC-Räumen sind die Wände gefliest, die Bodenflächen begonnen. Der Großteil der Aufträge ist vergeben", so Messerschmitt. "Es fehlen nur noch Malerarbeiten im Inneren und Einbau der Tribüne sowie Neugestaltung der Außenflächen. Sorgen machen die Fenster zum Parkplatz und im Obergeschoss zur Spielfläche hin. Wir warten sehnlichst auf deren Einbau."

Zusammen mit den Fachingenieuren für Heizung, Lüftung, Wasserver- und -entsorgung, Elektro und Sanitär verfolgt Messerschmitt den Fortgang der Arbeiten mit regelmäßigen Besprechungen vor Ort. "Geschafft werden kann, nachdem seit Wochen die Heizung läuft. Wir kriegen das hin", versichert der Architekt.

Trennwand noch nicht vergeben

Ein Gewinn werden die beiden neuen Gymnastikräume im Obergeschoss über dem Foyer. Hier wird - wie in der Halle selbst - ein Sportboden verlegt. "Der größere Bereich erhält eine mobile Trennwand, die noch auszuschreiben ist. Das erweitert die Nutzungsmöglichkeiten", erklärt der Architekt.

Aktuell bringen Mitarbeiter vom Farbenhaus Bruckmüller (Münnerstadt) die ballwurfsichere Akustikdecke in der Halle an. Zwischen den Spezialelementen hängen die Deckenheiz elemente. Ausschnitte bleiben für die Beleuchtung und ein Streifen für den Trennvorhang frei. Die Aufhängtechnik ist bereits eingebaut, die Stromkabel liegen. Andere Firmen verlegen Fliesen oder kümmern sich um Installationen.

Auch an anderer Stelle wird gebaut: "Es geschehen fast noch Wunder: Der Einbau einer Akustikdecke in der Kulturscheune läuft", gab Andreas Kukuk, Ortsreferent von Eltingshausen, weiter. "Am Kinderspielplatz Helle in Oerlenbach musste aus Sicherheitsgründen die Spielkombination abgebaut werden. Nur der Turm für die Rutsche kann bleiben. Wie es weiter geht, werde ich mit den Oerlenbacher Vereinen besprechen", informierte Kuhn.