Lauter bei Bad Kissingen
Projekt

Der neue Hort kommt gut voran

Die Bauarbeiten in Lauter gehen zügig vorwärts. 100 Kinder können dort künftig betreut werden.
Der Hort in Lauter soll Ende Februar in Betrieb genommen werden.
Der Hort in Lauter soll Ende Februar in Betrieb genommen werden. Foto: Marion Eckert

Rege wurde in der Bürgerversammlung in Lauter diskutiert. Eines der Themen war die Streckenführung der Stromtrasse P43. Nachdem der "Ostkorridor", der auch Burkardroth tangieren würde, wieder ins Gespräch gebracht wurde, wollten die Bürger hören, was Bürgermeister Daniel Wehner dazu sagt. Der ist in seiner Meinung eindeutig: "Ich gehe fest davon aus, dass P43 nicht durch den Markt Burkardroth führen wird." Wehner begründete es so: "Die Trasse müsse quer durch den Kurpark von Bad Bocklet geführt werden und würde den Klauswald durchschneiden. Ich gehe davon aus, dass diese Trassenführung nicht realisiert wird."

Eltern wurden angeschrieben

Das Großprojekt in Lauter ist der Neubau des Horts. Nach anfänglichen Verzögerungen sei der Bau nun zügig vorangeschritten. Ende Februar, zum zweiten Schulhalbjahr, soll der Betrieb aufgenommen werden, gab der Bürgermeister bekannt. 100 Kinder können im Hort künftig betreut werden. Von Seiten der Gemeinde wurden bereits die Eltern aller Grundschüler angeschrieben und gebeten mitzuteilen, welchen Betreuungsbedarf sie haben, damit die Gemeinde planen könne. Noch nicht entschieden sei die Frage nach dem Betreiber. "Der Träger des Lauterer Kindergartens hat schon erklärt, dies nicht übernehmen zu können", informierte Wehner und zeigte Verständnis für diese Entscheidung. Schon die Führung eines Kindergartens gleiche einem mittelständigen Unternehmen mit hoher Personalverantwortung, das sei im Ehrenamt kaum noch zu schultern. "Wir müssen entscheiden, ob es die Gemeinde übernimmt oder ein externer Betreiber gefunden werden muss", erklärte Wehner. Verschiedene Träger seien bereits angefragt worden, ob sie es sich vorstellen können in Burkardroth tätig zu werden. Der Rat werde über die Vorgehensweise beraten. Die Kostensituation sei zufriedenstellend. "Wir liegen voll im Preiskonzept von 3,2 Millionen Euro." Nahezu alle Ausschreibungen seien schon getätigt worden, bis hin zur Endreinigung. Die Förderung betrage 1,1 Millionen Euro durch den Freistaat, zudem bekomme die Gemeinde eine Extra-Förderung von 600.000 Euro.

Der Weg "Am Zinkenholz" wurde über die Jagdgenossenschaft hergerichtet und werde unter anderem vom Müllfahrzeug ab Abkürzung genutzt. Der Bürgermeister kündigte an, dass ein Verbotschild beziehungsweise ein Schild "Landwirtschaftlicher Verkehr frei" noch aufgestellt werde. Wenn dann noch immer Fahrzeuge durchfahren, möge das der Gemeinde gemeldet werden. Helmut Reuß monierte, dass es seit 35 Jahren Am Grohberg zu Problemen mit den Hausanschlüssen komme. Der Bürgermeister staunte über diese Feststellung, seien doch im Zuge des Wasseruhrenwechsels Schieber reihenweise ausgewechselt worden. Er versicherte, dass dem Problem nachgegangen werde und es keine 35 Jahre bis zu einer Lösung dauern werde.

Um die Lauterer Wasserentnahmestelle auch künftig noch betreiben zu können, muss die Gemeinde eine wasserrechtliche Erlaubnis beantragen. In der allgemeinen Diskussion wurde über diese Problematik gesprochen, war doch die Entnahme von Wasser stets problemlos möglich. Der Bürgermeister versicherte, dass er alles tun werde, um die Wasserentnahme für die Landwirte und Bevölkerung weiterhin zu ermöglichen. Letztlich müsse die behördliche Entscheidung abgewartet werden.

Mario Metz wollte wissen, ob die Gemeinde mit im Boot sein werde, wenn die Grundstücksfrage für einen neuen Spielplatz geklärt sei. Wehner bestätigte: "Ein Spielplatz ist generell wichtig." Derzeit führe die Gemeinde Gespräch, um die Grundstücksfrage zu klären. Angedacht sei der Spielplatz neben der Multifunktionsfläche, was auch für Katzenbachs Bevölkerung eine gute Lage wäre.

In der weiteren Diskussion wurde zum einen über die Notwendigkeit weitere Dorflampen wie auch über das Abschalten der Straßenbeleuchtung gesprochen.

Die Brücke in der Madonnenstraße in Lauter muss dringend saniert werden, das Projekt sei für 2023 angedacht.