Bei der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates standen die Finanzen der Kommune im Fokus. Die Gremiumsmitglieder beschäftigten sich mit der Jahresrechnung für das Jahr 2019. Außerdem berieten die Räte über einige Bauanträge aus verschiedenen Ortsteilen.

Der Verwaltungshaushalt schloss mit 15,2 Millionen Euro ab. Angesetzt waren ursprünglich 14,8 Million Euro. Dem Vermögenshaushalt führte die Kommune etwa drei Millionen Euro zu. Die Planung hatte bei rund 2,6 Millionen Euro gelegen. Der Vermögenshaushalt schloss mit etwa 5,9 Millionen Euro ab. Im Vergleich dazu, lagen die Planungen bei 11,2 Millionen Euro. "Wir hatten uns 2019 sehr viele Projekte vorgenommen, aber leider waren die Kapazitäten von den Planern und den Firmen voll", erklärte Bürgermeister Daniel Wehner (CSU). Nicht alle Vorhaben ließen sich deshalb umsetzen. Darunter beispielsweise der Hort in Lauter. "Beim Kindergarten in Burkardroth haben wir gedacht, dass wir schneller voran kommen."

Im Jahr 2019 war - wie im Vorjahr - der Griff in die Rücklagen notwendig, wenn auch nicht in der Höhe, wie geplant. Angesetzt war ursprünglich eine Entnahme von etwa 5 Millionen Euro. Die Kommune entnahm jedoch nur deutlich weniger Geld - rund 1,2 Millionen Euro. "Hätten wir alle Projekte umgesetzt, hätten wir tiefer in die Rücklage greifen müssen", sagte Wehner.

Der Schuldenstand der Kommune liegt seit dem 1. September 2013 bei Null. "Wir haben ein gewisses Guthaben und können dadurch ein bisschen planen", betonte Wehner. "Aber wir werden trotzdem an ein bis zwei Schrauben drehen müssen." Für die Entlastung der Rechnungsprüfung übernahm 2. Bürgermeisterin Silvia Metz (CSU) die Sitzung. Die Marktgemeinderäte entlasteten einstimmig die örtliche Rechnungsprüfung.

Neben der Jahresrechnung fanden sich noch drei Bauanträge auf der Tagesordnung der Gremiumsmitglieder. Ein Bauvorhaben stammte aus Stangenroth, zwei andere Projekte aus dem Ortsteil Katzenbach.

In Stangenroth möchte der Bauherr in der Rhönhallenstraße ein Wohnhaus energetisch sanieren. Außerdem soll ein Balkon entstehen und die Erd- und Obergeschosswohnung umgebaut werden. Der Bauherr erhielt für sein Projekt, welches sich in etwa gegenüber einer Wirtschaft befindet, von den Marktgemeinderäten Zustimmung. Gegenstimmen gab es keine.

Im Ortsteil Katzenbach sollen Arbeiten an einer Unterstellhalle stattfinden. Der Eigentümer nutzt diese für die Landwirtschaft. Der Bauherr möchte dort die Dachkonstruktion ändern. Außerdem gibt es Veränderungen an der Fassade. Aufgrund der Lage des Gebäudes an der Hauptstraße betonte Wehner: "Es betrifft die Belange der Gemeinde nicht, es besteht keine Gefahr für den fließenden Verkehr auf der Straße." Mit dem Antrag des Bauherrn waren die Mitglieder des Burkardrother Marktgemeinderates einverstanden, weshalb sie ihm die Bauerlaubnis erteilten.

Der dritte Bauantrag aus der Sitzung am Dienstag beschäftigte sich mit einer Garage in Katzenbach. Diese möchte der Bauherr umbauen. Das Gebäude soll erhöht und erweitert werden. Hier sorgte eine Regel des Bebauungsplans für eine Anmerkung Wehners. In dem Baugebiet gibt der Bebauungsplan Vorschriften für das Dach vor - erwünscht sind rote Ziegel. "Das ist aber kein muss", betonte Wehner. Bislang waren Trapezbleche auf dem Dach, das soll laut dem Antrag des Bauherrn auch weiterhin so bleiben. Dies sei - so Wehner - mit den Nachbarn abgeklärt. Das Gremium genehmigte auch dieses Vorhaben.