Schwestern sterben bei Horror-Unfall in Franken - Gutachter äußert sich zur Ursache

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Bei einer Kollision zweier Autos auf einer Staatsstraße im Kreis Bad Kissingen waren im November zwei junge Frauen ums Leben gekommen. Jetzt liegt das Gutachten vor.

Update vom 18.02.2026: Unfallgutachter kann viele Dinge ausschließen 

Mehr als drei Monate nach dem tödlichen Verkehrsunfall zweier Schwestern in Unterfranken schließt ein Unfallgutachter technisches Versagen als Ursache aus. Ebenso gibt es keine Anzeichen für gesundheitliche Probleme des Fahrers, dessen Auto am 9. November 2025 in der Nähe von Wildflecken (Landkreis Bad Kissingen) mit den Geschwistern kollidierte. Laut dem Gutachten fuhr der 50-Jährige mit seinem Fahrzeug in einer Kurve geradeaus in eine Leitplanke - ohne erkennbare Lenk- und Bremsbewegung, wie die Staatsanwaltschaft Schweinfurt mitteilte.

Anschließend habe der Mann sein Auto über die Gegenfahrbahn zurück auf seine Spur gelenkt und sei dabei mit dem entgegenkommenden Wagen der Schwestern zusammengestoßen, die noch versucht hatten auszuweichen. Ob der mutmaßliche Unfallverursacher während der Fahrt gegen 8 Uhr morgens abgelenkt oder kurzzeitig eingeschlafen war, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Beschuldigten wegen fahrlässiger Tötung. Der Mann hat sich bisher nicht zum Unfallhergang geäußert, teilte die Behörde mit. Eine Untersuchung ergab, dass der 50-Jährige nicht unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol stand.

Laut Gutachten fuhr der Mann bei dem Unfall mit etwa 114 km/h, erlaubt waren 100 km/h. Die leicht überhöhte Geschwindigkeit war jedoch nicht unfallursächlich. Bei dem Zusammenstoß der Fahrzeuge wurden eine 16-Jährige und ihre 19 Jahre alte Schwester getötet. Die Opfer stammten aus dem Landkreis Bad Kissingen. Die Schwestern, die laut Gutachter nicht schneller als erlaubt unterwegs waren, starben noch an der Unfallstelle. Der Mann wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Sollte der mutmaßliche Unfallverursacher zur Verantwortung gezogen werden, könnte er laut Staatsanwaltschaft mit einer Geldstrafe, aber auch mit einer Freiheitsstrafe, möglicherweise auf Bewährung, belegt werden. Der Fall hatte hohe Anteilnahme ausgelöst.

Update vom 21.11.2025: Blutergebnisse sind eindeutig

Nach dem tödlichen Unfall bei Wildflecken liegt die Blutuntersuchung des mutmaßlichen Verursachers vor. Wie die Polizei Unterfranken berichtet, befanden sich im Blut des 50-Jährigen weder Drogen noch Alkohol.

Am Sonntag (9. November 2025) kam es am Morgen zu dem Unfall im Landkreis Bad Kissingen. Der 50-Jährige kam wohl von der Fahrbahn ab und als er gegenlenkte, ist er mit einem Fahrzeug im Gegenverkehr kollidiert. Im anderen Auto befanden sich zwei Schwestern (16 und 19), die den Unfall nicht überlebt haben.

Die zuständigen Beamten der Polizei Bad Brückenau ermitteln weiterhin mit dem Sachverständigen und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt zur Unfallursache.

Update vom 17.11.2025: Ermittlung gegen mutmaßlichen Unfallverursacher

Gut eine Woche nach einem tödlichen Verkehrsunfall von zwei Schwestern in Unterfranken ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Tötung gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher. Ob der 50-Jährige bei seiner Vernehmung etwas zu dem Unfall und dem Vorwurf gesagt hat, wollte ein Polizeisprecher mit Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen nicht sagen. Die Unfallursache stehe noch nicht fest. Das entsprechende Sachverständigengutachten liege noch nicht vor. Auch das Ergebnis der Blutuntersuchung des 50-Jährigen stehe noch aus. 

Bei einem Unfall am 9. November nahe Wildflecken (Landkreis Bad Kissingen) waren eine 16-Jährige und ihre 19 Jahre alte Schwester getötet worden. Die Opfer stammten aus dem Landkreis Bad Kissingen. Für die Familie wurde eine Spendenaktion gestartet.

Der 50-Jährige war nach bisherigen Erkenntnissen mit seinem Wagen nach links von der Straße abgekommen, hatte eine Leitplanke touchiert und war schließlich mit dem entgegenkommenden Auto der Frauen zusammengeprallt. Die Schwestern starben noch an der Unfallstelle. Der Mann kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus.

Originalmeldung vom 09.11.2025: Tödlicher Unfall - Schwestern (16 und 19) gestorben

Am Sonntagmorgen (9. November 2025) ist es im Kreis Bad Kissingen bei Wildflecken zu einem Frontalzusammenstoß zweier Autos gekommen. Bei dem Unfall starben zwei junge Frauen, wie das Polizeipräsidium Unterfranken berichtet. 

Demnach war ein 50-jähriger Mann mit seinem Wagen gegen 8 Uhr auf der Staatsstraße 2267 von Langenleiten in Richtung Wildflecken unterwegs. Aus noch ungeklärter Ursache kam er mit seinem Auto nach links von der Fahrbahn ab, touchierte die Leitplanke, zog mittig zurück in seine Fahrspur und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Auto.

Schwerer Frontalcrash: Schwestern (16 und 19 Jahre) sterben in Unterfranken

Die jungen Frauen im Alter von 16 und 19 Jahren starben noch an der Unfallstelle. Später wurde bekannt, dass es sich bei den beiden um Schwestern aus dem Kreis Bad Kissingen handelte. Dies bestätigte eine Polizeisprecherin am Montag gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). Der Mann kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Beide Autos waren schwer beschädigt und mussten durch einen Abschleppdienst geborgen werden.

Die Unfallaufnahme erfolgte durch Beamte der Bad Brückenauer Polizei, welche von umliegenden Dienststellen unterstützt wurden. Den Einsatzkräften bot sich vor Ort eine psychische Ausnahmesituation, wie unsere Kollegen vom Fränkischen Tag berichten (Plus-Inhalt): "Erst später realisiert man, wie schlimm es eigentlich ist“, betonte der Feuerwehrkommandant demnach.

Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft auch ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Kreisstraße war für die Dauer der Unfallaufnahme und der Bergung der Fahrzeuge gesperrt. Die Polizei wurde auch hierbei durch die örtlichen Feuerwehren aus Wildflecken und Langenleiten unterstützt.

Vorschaubild: © NEWS5 / Pascal Höfig (NEWS5)