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Brandgeruch bis Franken: "Größter Waldbrand in Geschichte NRWs"


Autor: Manuel Dietz, Agentur dpa

Bad Brückenau, Montag, 17. August 2026

Ein riesiger Waldbrand in Nordrhein-Westfalen hält Anwohner und Einsatzkräfte seit Tagen pausenlos in Atem. Der Brandgeruch war zeitweise sogar bis nach Franken wahrnehmbar.
Hunderte von Einsatzkräften bekämpfen seit Tagen den größten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens. Die enorme Rauchentwicklung ist sogar in Franken wahrnehmbar.


Seit Tagen kämpfen hunderte Einsatzkräfte im Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen pausenlos gegen den nach Einschätzung der Landesregierung "größten Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens". Unweit der belgischen Grenze standen schätzungsweise rund 200 bis 300 Hektar Wald in Flammen. Der nahegelegene Hürtgenwalder Ortsteil Gey wurde in der Nacht auf Freitag (14. August 2026) sogar komplett evakuiert. Knapp 2000 Menschen mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen

Wie die Feuerwehr Bad Brückenau am Sonntag (16. August 2026) mitteilt, sei der Brandgeruch zeitweise sogar bis in das rund 250 Kilometer Luftlinie entfernte, unterfränkische Bad Brückenau sowie in andere Teile des Landkreises Bad Kissingen "deutlich wahrnehmbar" gewesen. "Aufgrund der derzeitigen Wetterlage werden Rauch und Brandgeruch über größere Entfernungen in unsere Region getragen und teilweise bis in Bodennähe gedrückt", heißt es vonseiten der Feuerwehr. Gefahr für die Bevölkerung besteht demnach jedoch keine. Auch im Kreis Bamberg tobte am Freitag ein heftiger Waldbrand.

Riesiger Brand im Hürtgenwald: Feuer hält Einsatzkräfte in Atem

Im Hürtgenwald dauern die Löscharbeiten derweil auch am Montagmorgen (17. August 2026) weiter an. Etwa 400 Einsatzkräfte seien in der Nacht im Einsatz gewesen. Tagsüber würden es voraussichtlich wieder doppelt so viele. Seit Sonntagvormittag habe sich die Lage zwar zunehmend entspannt, ein Ende der Löscharbeiten sei aber trotzdem noch nicht absehbar. 

"Die Lage im Hürtgenwald ist weiter unter Kontrolle", berichtet eine Sprecherin des Kreises Düren gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Nach wie vor gibt es aber zahlreiche Glutnester", erklärt sie. Diese seien jetzt der Schwerpunkt der Brandbekämpfung. 

Auch der vom Deutschen Wetterdienst (DWD) prognostizierte Regen in der Region sei ihr zufolge nur "ein Tropfen auf den heißen Stein" und dürfte demzufolge nicht unmittelbar für ein Ende des Einsatzes sorgen. "Aber wir nehmen alles, was wir kriegen können", so die Sprecherin. Im Kreis Aschaffenburg standen derweil am Wochenende rund 30 Hektar in Flammen