Die Gemeinde Oerlenbach möchte ihren Bürgern mehr Krippenplätze bieten. Vor drei Monaten hatten sich die Räte darauf geeinigt: Im Action-Kindergarten in Ebenhausen sollen Eltern bald noch mehr ihrer Jüngsten betreuen lassen können. Dieser Kindergarten in der Gemeinde eigne sich am ehesten, wenn die angespannte Lage in der Betreuung der Kleinkinder schnell gelöst werden soll, meinen die Räte. In ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr wurde deutlich, dass die Gemeinde an ihrem Plan festhält. Auch wenn der Markt den größten Teil der Rechnung übernehmen würde, ob und wann daraus etwas werden könnte, hat jemand anders zu entscheiden.

Vier Kindergärten gibt es in der Gemeinde Oerlenbach: der "St.-Burkard Kindergarten" in

Oerlenbach, der "Kindergarten St.-Dionys" in Rottershausender Kindergarten "St.-Martin" in Eltingshausen, und der "Action-Kindergarten" in Ebenhausen. Drei der vier Tagesstätten haben einen kirchlichen Träger. Zuschüsse laufen über die Diözese Würzburg. Den Oerlenbacher Kindergarten verwaltet die Gemeinde selbst.

Kindergarten Ebenhausen: Das Gebäude, die Liegenschaft, gehört der Kirchenstiftung. Kontrolle über die Kirchenstiftung hat die Kirchenverwaltung Ebenhausen. Die Kirche unterstützte Anfang der 70er-Jahre den Kindergarten-Verein als sie das Grundstück kaufte und den Bau finanzierte. Vor 45 Jahren wurde der Kindergarten eröffnet. Kirchenverwaltung und Kindergarten-Verein haben im vergangenen November den Antrag nach Würzburg geschickt, berichtet Benedikt Keßler, Gemeinderat und Vorsitzender des Kindergarten-Vereins. Seither: nichts. "Auf mehrfache Rückfrage kam nichts zurück", sagt Benedikt Keßler. Aus Würzburg meldet ein Sprecher auf Anfrage dieser Zeitung, dass bisher gar kein Antrag eingegangen sei. Daniela Koch, Leiterin des Kindergartens, bleibt nichts anderes übrig, als die zwei Dutzend Mamas und Papas zu vertrösten, die derweil auf der Warteliste ausharren.