Die Rosenkönigin 2015 für Bad Kissingen kommt aus Nüdlingen und heißt Franziska Dees. Mit 162 Rosen gewann die 20-jährige Abiturientin am Samstag beim Rosenball die Wahl vor ihren drei Mitbewerberinnen Ramona Seufert (19) aus Sulzthal mit 140 Rosen, Laura Zehe (18) aus Garitz mit 104 Rosen und Juliana Omanovic-Senft (19) aus Burkardroth mit 44 Rosen. In den kommenden zwölf Monaten wird die neue Rosenkönigin die Rosenstadt Bad Kissingen bei offiziellen Anlässen repräsentieren.

Franziska Dees konnte es kaum glauben. Vor lauter Freude konnte die charmante Nüdlingerin, die in Bad Kissingen geboren wurde und hier auch zur Schule ging, ihre Tränen nicht mehr zurückhalten, als nach vierstündiger Präsentation von erstmals vier Kandidatinnen Moderator Pierre Geisensetter 500 Ballbesuchern das Ergebnis der Auszählung bekannt gab.



Vorstellungs-Runden
Dreimal hatten sich die Bewerberinnen um die goldene Krone zuvor auf der großen Bühne des festlich geschmückten Max-Littmann-Saales vorstellen und präsentieren müssen. Es ging um ihr Fachwissen über die Kurstadt, um deren Besonderheiten, aber auch um die Frage, wie sie als Rosenkönigin die Stadt allen Gästen und Einwohnern näherbringen wollen. Doch nicht nur Fachliches, auch die persönliche Ausstrahlung und der Charme der vier jungen Damen waren ausschlaggebend, für wen sich die Ballbesucher durch die Abgabe ihrer Wahlrose entscheiden würden.

Kurz nach Mitternacht konnten Kurdirektor Frank Oette und Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) der neuen Rosenkönigin und ihren drei Prinzessinnen die goldbestickten Scherpen umlegen. Alle vier wurden unter dem Applaus der Gäste mit kleinen silbernen Rosenanhängern geschmückt. Amts vorgängerin Aileen Kempf, die zuvor begeistert von ihren Einsätzen als Rosenkönigin 2014 berichtet hatte, setzte ihrer Nachfolgerin schließlich die goldene Krone auf.

Rosenball eröffnet
Vier Stunden zuvor hatten die vier Kandidatinnen mit ihren "Rosenkavalieren" den Ball eröffnet, doch schnell war die große Tanzfläche auch mit Ballgästen gefüllt. Die ausgezeichnet tanzbare Musik des "Savoy Ballroom Orchestra" mit Bandleader Stefan Bender verführte Jung und Alt gleichermaßen zum Tanz auf dem Parkett. Auf eine Show-Einlage wurde heuer bewusst verzichtet, so Kurdirektor Oette. Man wollte den vier Kandidatinnen beim erstmals nach vielen Jahren wieder ausverkauften Rosenball ausreichend Zeit für ihre Vorstellung und den Gästen mehr Zeit zum Tanz zu geben.

Ein besonderer Ehrengast
Dennoch konnte Moderator Pierre Geisensetter den Abend mit einer Besonderheit würzen und als Ehrengast Brigitte Eckelt aus Goslar auf die Bühne bitten. Sie war vor 50 Jahren nach erst sechswöchigem Aufenthalt in Bad Kissingen zur Rosenkönigin 1965 gewählt worden. "Die Rosen fielen nur so auf mich herab", erinnerte sie sich noch gern an diesen Abend in jener Zeit, als die Kandidatinnen sich noch nicht in einem Casting bewähren mussten, sondern spontan von den Ballbesuchern gewählt wurden. Nach einer rauschenden Ballnacht, die manche bei Disco-Musik im Salon am Schmuckhof noch ausgiebig verlängerten, verabschiedete sich Pierre Geisensetter beim Publikum nach seinem fünften Rosenball als Moderator.

"Es war ein toller Abschluss." Berufliche Veränderungen seien der Grund, vom Rosenball Abschied zu nehmen, verriet er unserer Zeitung im Gespräch. Seine Auftritte im Regentenbau hätten ihm immer sehr gefallen: "Das ganze Ambiente, die tolle Dekoration - ich habe es genossen." Am Vortag sei er jedes Jahr durch den Rosengarten geschlendert und habe dem Dampferle zugeschaut. "Vielleicht komme ich ja mal wieder zum Rosenball - als Gast."