Nur eine Handvoll Bürger waren ins Sportheim Zeitlofs gekommen. "Das ist ein Unding!", beschwerte sich Walter Nikolai. "Seht's doch mal so", erwiderte Adam Reusch aus Rupboden. "Das spricht doch für die ganze Entwicklung, was sich hier getan hat!" Er könne sich noch an ganz andere Zeiten erinnern...

Bürgermeister Wilhelm Friedrich (CSU) ließ sich von der geringen Teilnehmerzahl nicht beirren. Er gab einen Rückblick aufs vergangene Jahr. In Weißenbach hat der Bauhof das alte Schulgebäude abgerissen. Nun laufen die Planungen, was aus der Fläche zwischen Kindergarten und Feuerwehr werden soll. Zeitlofs selbst ist mit einem Arzt und einer Apotheke medizinisch gut versorgt. "Unser Apotheker sucht ab Juni eine Verstärkung", sagte Friedrich. Die Bürger sollen sich doch mal umhören.

Bürger sollen protestieren

Natürlich war auch die geplante Stromtrasse Südlink Thema. "Die endgültige Frage, ob diese Trasse überhaupt gebaut werden muss, ist leider noch nicht geklärt", bedauerte Friedrich. Er appellierte an die Bürger, gegen die Pläne zu protestieren. Eine Möglichkeit sei, den Abschnitt, der dem aktuellen Gemeindeboten beiliegt, auszufüllen und im Rathaus abzugeben.

Antrag auf Stabilisierungshilfe

Die Ankündigung, dass der Markt heuer Stabilisierungshilfe vom Freistaat Bayern in Anspruch nehmen möchte, ließ die Bürger aufhorchen. Alfred Pauthner aus Zeitlofs erkundigte sich, wie stark sich die Gemeinde mit einem solchen Antrag in Abhängigkeit begebe. "Wir stellen uns mit dem Antrag unter keinen Zugzwang", beruhigte 2. Bürgermeister Roland Limpert (Freie Bürger).

Bedingung für die Gewährung der Stabilisierungshilfe sei, ein Konsolidierungskonzept zu erstellen. "Wir können nachweisen, dass wir keine unnötigen Ausgaben machen", sagte Limpert. Bürgermeister Friedrich machte klar, dass die Gemeinde regelmäßig ein Minus in Kauf nehme - zum Beispiel für die Kindergärten in Zeitlofs und Weißenbach oder auch für die Grundschule.

Ein Erfolg ist, dass für die Grundschule eine Rektorin gefunden wurde. "Eine eigene Schulleitung ist ein Stück Identität für unserer Gemeinde", sagte Limpert und dankte allen, die dem Schulamt geholfen hätten, "in den Sattel zu steigen." In Sachen Sinntalbahn ließ der Bürgermeister verlauten, dass weiterhin Gespräche mit der Deutschen Bahn geführt würden. "Bis der Radweg gebaut wird, das dauert...", kommentierte Adam Reusch trocken.


Punkt für Punkt aus der Bürgerversammlung: