Die Wasser- und Abwassergebühren im Markt Geroda werden steigen. Ab 1. Juli beträgt die Wassergebühr nicht mehr 90 Cent, sondern 1,19 Euro pro Kubikmeter. Die Abwassergebühr erhöht sich von 2,36 auf 3,43 Euro.

Wie Steffen Schneider (Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt) erläuterte, werde alle drei Jahre eine Neukalkulation der Gebühren vorgenommen, da es sich bei Wasser- und Abwasser um kostendeckende Einrichtungen handele. Die Wassergebühren müssen steigen, da Unterhalt und kleinere Investitionen zu Verlusten führten, die refinanziert werden müssen. Im Bereich Abwasser wurde die Klärschlammentsorgung teurer als ursprünglich kalkuliert. In der Planung waren Kosten von 40.000 Euro vorgesehen, tatsächlich sind 100.000 Euro angefallen.

"Es wurde umfassend geräumt, was sich jetzt auf die Gebühren auswirkt", erklärte Schneider. Hinzu kommen steigende Kosten der Klärschlammentsorgung und steigende Energiekosten.

2025 nächste Neukalkulation

Beschlossen wurde außerdem, den kalkulatorischen Zinssatz für diese kostendeckenden Einrichtungen zugunsten der gebührenpflichtigen Bürgerinnen und Bürger von 3,92 Prozent auf 2,69 Prozent zu senken. Der Kalkulationszeitraum für die Wasser- und Abwassergebühren im Markt Geroda beträgt drei Jahre, das heißt, zum 1. Juli 2025 stehe die nächste Neukalkulation an.

Der Flächennutzungsplan muss geändert werden, um in Platz zwei Gewerbeflächen ausweisen zu können. Außerdem soll ein Teilbereich im Ort als Wohnbereich umgewidmet werden, um eine weitere Baufläche im Zuge der Innenentwicklung zu gewinnen. Die Stellungnahmen aus der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung wurden im Gemeinderat behandelt. Im nächsten Schritt beginnt das Genehmigungsverfahren. Parallel wird der Bebauungsplan für die beiden Gewerbeflächen in Rhönstraße Platz erstellt. Auch hier galt es, die Stellungnahmen zur Kenntnis zu nehmen. Einwendungen, die das Vorhaben verhindern oder verzögern könnten, gab es keine. Durchgewunken wurde der Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Dreifach-Garage in Geroda.