Im Rahmen einer kürzlich anberaumten Generalversammlung war es publik geworden: Die Freiwillige Feuerwehr Speicherz fordert sofortiges Handeln von der Gemeinde. Kommissarischer 1. Kommandant Tobias Leitsch veranschaulichte die Probleme und die Dringlichkeit in der jüngsten Gemeinderatsitzung in Motten. Jahrelang hätten die Floriansjünger in klammer, teils verschimmelter Ausrüstung Übungen und Einsätze abhalten müssen - der angekündigte Rücktritt der aktiven Wehr sei verständlich.

"Es ist allerhöchste Eisenbahn, wir müssen Nägel mit Köpfen machen", so Leitsch. "Jetzt liegt es in eurer Hand", sagte er den Gemeinderäten. Bürgermeisterin Katja Habersack bestätigte den dringenden Handlungsbedarf, es sei "völlig unstrittig, dass gehandelt werden muss". Eine Übergangslösung sei bereits besprochen worden. In zwei gebrauchten Containern, beheizbar und belüftet, könnte die Schutzausrüstung trocken gelagert werden. Die Container fänden Platz oberhalb des Speicherzer Feuerwehrhauses. Grundsätzlich könne man die Container mieten oder kaufen. Die Mietkosten betrügen für zwei Jahre 20.500 Euro, der Kaufpreis für zwei gebrauche Container 16.500 Euro, doch kämen in diesem Fall eventuelle Reparaturkosten hinzu.

Gebrauchte oder neue Container

Diskussionspunkte waren Baujahr, Maße und Lieferzeiten. Für Alfons Erb (WG Motten) käme nur ein Neukauf oder die Leasing-Variante in Betracht. "Wegen der Eilbedürftigkeit" wurde die Bürgermeisterin einstimmig ermächtigt, eine Beauftragung zu veranlassen. Geprüft werden müsse vorab, ob gebrauchte oder neue Container die wirtschaftlichste Lösung seien. Die Container sollen "zur Sicherung der Einsatzbereitschaft als Übergangslösung" eingesetzt werden, so die Rathauschefin.

Neuer "Siebener"

"So wahr mir Gott helfe" - Engelbert Leibold schwor Treue dem Grundgesetz und der bayerischen Verfassung, die "gewissenhafte und unparteiische Erfüllung" seiner Amtspflichten, "Verschwiegenheit und zeitlebens Bewahrung des Siebenergeheimnisses", denn er ist Mottens neuer Feldgeschworener. Um die verschiedenen Gemarkungen in Motten kümmern sich nun insgesamt 20 Feldgeschworene. Es sei das "älteste Ehrenamt Bayerns", so 1. Bürgermeisterin Katja Habersack (parteilos). Das Sitzungszimmer des Rathauses sei "zwar nicht die ganz große Bühne", doch wollte man nicht bis zur nächsten Feldgeschworenentagung warten, in deren Rahmen normalerweise neue Feldgeschworene vereidigt werden.

Die Vorbereitungen für die Erweiterung des Bebauungsplans "Am Strauch" in Kothen gehen in die nächste Runde. Bevor im Dezember der Entwurf offengelegt wird, genehmigte der Gemeinderat kleine Änderungen. Die Zufahrt wird leicht geändert, ein Grünstreifen angelegt und statt eines Bauplatzes soll ein Regenrückhaltebecken gebaut werden. Es verbleiben neun Bauplätze mit zwischen 500 und 600 Quadratmetern.

Die Gemeinde Motten nimmt bereits am Modellprojekt zur zentralen Beschaffungsstelle am Landratsamt Bad Kissingen teil, nun stimmte der Gemeinderat der Zweckvereinbarung über den Beitritt zu. Die Erfahrungen, die man im Rahmen des Modellprojekts machen konnte, waren "sehr positiv bewertet worden", so Habersack.

Eine zweite Klasse für Musikprojekt

Das Musikprojekt "WIM - Wir musizieren" findet in der Mottener Grundschule seit vielen Jahren statt. Auf Grund der hohen Nachfrage konnte eine zweite Klasse gebildet werden. Für beide Klassen wird nun Musiklehrer Michael Baumgart beauftragt.

Im vergangenen Jahr hatte Marion Herbert, 1. Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, die Umgestaltung des Areals um den Bildstock in der Lindenstraße initiiert. "Das war einiges an Arbeit", sagte Katja Habersack: "Die Gemeinde unterstützt solche Projekte gerne", dies hatte sie schon im vergangenen Jahr signalisiert. Die Schlussrechnung beläuft sich auf 2065 Euro. Nach Abzug der Förderung in Höhe von 1000 Euro vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege sowie dem Eigenanteil von 565 Euro vom Obst- und Gartenbauverein verbleiben 500 Euro, die die Gemeinde übernimmt, wie die Räte einstimmig bestätigten.