Rund 50 Bürgerinnen und Bürger sowie Betroffene haben sich am Samstag beim Feuerwehrhaus in Römershag eingefunden, um sich - unter Einhaltung der Corona-Bedingungen - über das Netzausbauprojekt Höchstspannungsleitung Mecklar - Dipperz - Bergrheinfeld West (Vorhaben 17), Abschnitt B (Dipperz - Bergrheinfeld West) zu informieren, welches auch Bad Brückenau unmittelbar betrifft.

Der Vorhabenträger Tennet SOS GmbH hat bei der Bundesnetzagentur einen Antrag auf Bundesfachplanung für das Vorhaben 17 des Bundesbedarfsplangesetzes gestellt. Bürgermeister Jochen Vogel (CSU) informierte darüber, dass Bürgerinnen und Bürger Gelegenheit haben bis zum 30. Dezember bei der Bundesnetzagentur elektronische oder schriftliche Stellungnahmen - insbesondere zu dem vorgeschlagenen Vorschlagstrassenkorridor und auch den in Frage kommenden Alternativen - abgeben können. Es sei von großer Bedeutung, dass zu diesem Verfahrenspunkt von Seiten der Bürgerinnen und Bürger alle ihnen bekannten Raumwiderstände an die Bundesnetzagentur weitergeleitet werden, wie zum Beispiel diverse Bodendenkmäler, geschützte Tier- und Pflanzenarten. Niemand sollte sich darauf verlassen, dass mögliche Raumwiderstände bereits bei der Stadt beziehungsweise den beteiligten Behörden bekannt seien. Vogel betont, dass kein anderer wie die Bürgerinnen und Bürger vor Ort die betroffenen Bereiche kennen und so gezielt auf mögliche Raumwiderstände hinweisen können.

Es sei erforderlich, dass die Stellungnahmen auch künftige beziehungsweise sich entwickelnde Technologien berücksichtigen. Bis zu einem möglichen Baubeginn ist die technologische Entwicklung eventuell so weit vorangeschritten, um längere Strecken per Erdverkabelung zu überbrücken, so Vogel.

Auf der Homepage www.bad-brueckenau.de ist unter der Rubrik "Aktuelle Meldungen" die Vorgehensweise beschrieben. Ebenso ist die Stellungnahme der Stadt Bad Brückenau auf der städtischen Homepage veröffentlicht und dürfe gerne als Grundlage oder Vorlage verwendet werden, sagte Bürgermesiter Vogel.

Ingo Queck, 2, Vorsitzender der Kreisgruppe Bad Kissingen des Bundes Naturschutz, rief dazu auf, dass besonders viele Bürgerinnen und Bürger Stellungnahmen und Einwendungen abgeben sollen, damit bei der Bundesnetzagentur der Widerstand vor Ort in Bad Brückenau gesehen wird. Der Bund Naturschutz werde eine Musterstellungnahme entwerfen, die auch auf der Homepage der Stadt Bad Brückenau verlinkt wird.

Jakob Euba, Mitglied der Bürgerinitiative Sinntal gegen die Stromtrasse, sagte, dass neben der Zerstörung von Flora und Fauna auch die Nachteile für die Menschen vor Ort benannt werden müssten. Neben der Entwertung von Eigentum seien vor allem die Auswirkungen auf die Gesundheit, welche von Wechselstromleitungen ausgehen, nicht zu verachten.

Schriftliche und elektronische Stellungnahmen können bis zum 30. Dezember an die Bundesnetzagentur gerichtet werden: elektronisch per Onlineformular www.netzausbau.de/vorhaben17b , per E-Mail an Vorhaben17@bnetza.de oder per Post an: Bundesnetzagentur, Referat 805, Postfach 8001,

53105 Bonn.

Fragen an Stadtverwaltung bei Michael Worschech, Tel.: 09741/804 34 und

per E-Mail michael.worschech@bad-brueckenau.de.