Von alten Zeiten schwärmten die Vorsitzende Karin Bauer und die Mitglieder des Skiclubs Bad Brückenau bei den Feierlichkeiten zum 40-jährigen Vereinsbestehen, die wegen Corona um ein Jahr nach hinten verschoben werden mussten. In ihrem ausführlichen Rückblick erinnerte die Rednerin daran, dass die Wintersportler zu Beginn eine Unterabteilung des TV Bad Brückenau gewesen sind, ehe man in den Jahren 1966/67 zum FC Bad Brückenau wechselte.

Dort entwickelte sich ein florierender Ski- und Rennbetrieb. Erster Abteilungsleiter war Horst Groß. In dieser Zeit fanden viele Skirennen in Bad Brückenau und in der Rhön statt, deren Bekanntheitsgrad sogar bis nach Südbayern und München reichte. Im Verein wuchs schließlich der Wunsch nach Selbstständigkeit. Akribisch wurde die Gründung des Skiclubs Bad Brückenau vorbereitet und bei einer Versammlung am 18. Juli 1981 vollzogen. Dokumentiert ist die detaillierte Vorgehensweise im Hüttenbuch, aus dem Karin Bauer im Verlauf ihrer Festrede mehrfach in humorvoller Art und Weise zitierte.

"Es war für mich sehr beeindruckend, die alten Unterlagen zu sichten - Protokolle und Schreiben an Behörden, sauber mit der Schreibmaschine geschrieben, hauchdünne Durchschläge. Ebenso war es bei den Einladungen zu Sitzungen und Versammlungen. Ich selbst erinnere mich noch an Telefonlisten, die regelmäßig einzeln abgearbeitet wurden, wenn es um Feiern und andere Aktivitäten ging", so die Vorsitzende. Und obwohl sich die Zeiten gravierend geändert hätten, sei glücklicherweise trotzdem einiges über die Jahre fester Bestandteil des Vereinslebens geblieben.

So werde auf der Hütte immer noch gefeiert, "zwar nicht mehr so intensiv, nicht mehr so oft - aber immerhin". Der Stammtisch trifft sich aktuell einmal im Monat und funktioniert sehr gut. Beim Skifahren, Wandern, Radeln und Nordic Walking sind es laut Bauer heute jeweils kleine, aber treue Gruppen, die sich sportlich betätigen und die Traditionen aufrechterhalten.

Die großen Events des Skiclubs wie Stadt- und Vereinsmeisterschaften wurden bereits vor vielen Jahren aufgrund etlicher nicht erfüllbarer Auflagen eingestellt. "Und vielleicht wäre das Aus auch sowieso gekommen, denn der Aufwand war gewaltig", resümierte die Rednerin.

Der Sports- und Erfindergeist aller Beteiligten sei gerade in den Anfangsjahren phänomenal gewesen. Allein 20 Jahre hat Günter Bös den Verein zusammengehalten. Zum harten Kern der Truppe gehörten damals unter anderem Horst Groß und Ottmar Bauer.

Dreh- und Angelpunkt für die Vereinsmitglieder ist nach wie vor die Skihütte, die nicht zuletzt dank großzügiger Geld- und Sachspenden ständig optimiert, umgebaut, repariert und saniert worden ist.

Die Zeit am Festabend reiche laut Bauer nicht aus, um die Vielzahl der besonderen Erlebnisse der vergangenen vier Jahrzehnte in allen Einzelheiten Revue passieren zu lassen. Gern erinnere man sich aber beispielsweise an Dinge wie Skirennen, Kinderferienprogramm, Sportfreizeiten, Ausflüge, Basare oder die Einrichtung und Pflege der Langlaufloipe. "Dass wir hier zusammensitzen, haben wir unseren Gründungsmitgliedern zu verdanken, dem Zusammenhalt im Skiclub sowie der Unterstützung und Treue unserer aktiven und passiven Mitglieder"; machte die Vorsitzende abschließend deutlich.

Ehrungen

40 Jahre im Verein sind Ottmar Bauer, Margot Bös, Gertrud Margareta Groß, Michael Mohr, Ute Sauren, Horst Wirth¸ Gertraud Wirth (alle Gründungsmitglieder) sowie Eva Bignotti, Hartmut Bös, Alfred Breitenbach, Antje Ferkinghoff, Friederike Ferkinghoff-Fick, Helga Hildmann, Anja Hildmann, Dunja Hildmann-Hüfner, Barbara Meyer-Jürgens, Charlotte Richter, Gerhild Rittig-Storch, Klaus Schick, Klaus Schläfke, Dr. Tina Schnegelsberg, Erika Stock und Petra Wirth.

Auf 30 Jahre Mitgliedschaft blicken zurück: Sandrina Duck, Dieter Fuchs, Martina Fuchs, Michael Hornung, Helmar Kramer, Hans-Peter Salzmann und Marisa Schläfke.