Der "Alegrüner Faschingszug" schlängelte sich am Samstagnachmittag durch Straßen von Altengronau. Der Himmel grau, die Umgebung nass und die Straßen bunt, so könnte man den Umzug beschreiben. Denn fast pünktlich mit Beginn des närrischen Lindwurmes im Sinntaler Ortsteil hatte es angefangen zu regnen. Die vielen Zuschauer, die buntkostümiert kamen, taten der Stimmung keinesfalls einen Abbruch. Mit Regenschirmen bewaffnet wurden den Zugteilnehmern die Freude mit den Helaurufen signalisiert.


Siebter Faschingszug

Die "Alegrüner Fosenöchter" hatten zum siebten Mal zum Faschingszug eingeladen. Dieser findet im Wechsel ein Jahr in Altengronau und das andere Jahr im unterfränkischen Nachbarort Zeitlofs statt. 20 Fußgruppen, 18 Motivwagen und drei Musikvereine hatten den Sinntaler Ortsteil in voller närrischer Hand. Insgesamt waren es rund 900 Zugteilnehmer. Dass die Zuschauer Spaß hatten konnte man ihnen ansehen. Der Umzug, der sich über die Frankfurter Straße bis zum Festplatz im Aspenweg schlängelte, brauchte gute zwei Stunden.

Unterschiedlich waren die Themen, so hatten sich die Teilnehmer viele Gedanken gemacht und steckten viel Arbeit in die Gestaltung der Kostüme und Wägen. Los ging es mit der Alemannischen Fassnacht, die von den Brönnbarchfratze Obersinn gezeigt wurde. Gefolgt von Gardetanzgruppen des TSV Altengronau war im Anschluss der erste große Wagen als Western Saloon zu sehen. Die Hengeldöbbe aus Marjoß waren warm als Pandabären eingepackt. Als Mechaniker hatte die Jugendgruppe aus Gundhelm die Spritpreise im Visier. Flugbegleiter, Senioren, Schnullerparade waren die folgende Zugnummern. Kriegerinnen des Spessartwaldes kamen aus Burgsinn, der Zeitlofser Elferrat mit Plooburschen und den Grombühler Musikanten waren gut vertreten.


Pfarrerpaar als Asterix und Obelix

Erstmals war die evangelische Kirchengemeinde Mottgers/ Schwarzenfels/Weichersbach mit dabei. Mit einem Zaubertrank versüßten Asterix und Obelix die Zuschauer. Dabei ließen es sich das Pfarrerehepaar Daniela und Stephan Gleim nicht nehmen, in das dementsprechende Kostüm zu schlüpfen. Die Wellblooe aus Wallroth präsentierten ihr Motto Las Vegas und waren unter anderem mit ihren Tanzgruppen mit von der Partie. Als Cheerleaders kam die Frauenmannschaft der SG Jossa und die Spielgemeinschaft Altengronau/Jossa waren die "Flaschen der SG". Tanzgruppen aus Jossa und aus dem Studio Pink Power folgten.

Zirkus Halli-Galli hieß bei den Weichersbachern und die Schwarzenfelser kamen als Punker. Wie Pflege Freude bereitet zeigte die Firma Pedos. Eine wilde 70er Schlagerparade fehlte nicht und genauso der Faschingsclub Neuengronau, die als Schlümpfe kamen. Ritter, ein Märchenwald bildeten den Abschluss. Als Feen und Kobolde war die Gruppe Hänelt aus Mittelsinn im Zug sowie die Faschingsgemeinschaft Gerolda/Platz bot den Zuschauern eine Horrorshow. Nach dem Umzug ging die Faschingsparty auf dem Festplatz in einem großen beheizten Zelt weiter. Der nächste Umzug wird im nächsten Jahr in Zeitlofs stattfinden, bevor er 2018 durch Altengronau zieht.


Mitwirkende am Sinntaler Faschingszug:

Brönnbarchfratze Obersinn, Musikverein Weiperz, TSV Altengronau, Bauwagen Blankenau, Marjösser Hengeldöbbe, Jugendgruppe Gundhelm, Sportverein Breitenbach, SG Frischauf Fulda, Musikkapelle Neuengronau, Obersinner Senioren WG, Freundinnen aus Burgsinn, TV Sterbfritz, Dorfgemeinschaft Zeitlofs, Schnullerparade Schwarzenfels, evangelische Kirchengemeinde Mottgers/Schwarzenfels/Weichersbach, Icke und die 6 lustigen 8, Römpelinger (Weiperz), Wallrother Carneval-Club, SG Jossa (Frauenmannschaft), AG Altengronau/Jossa, SG Jossa (Tanzgruppen), Studio Pink Power, Bauwagengesellschaft Jossa-Hainzell, GFV Weichersbach, Gymnastikgruppe Schwarzenfels, Pedos Sinntal, Sinntalhütte Hof Dittenbrunn, Gruppe Hänelt (Mittelsinn), Wohnwaa Metzlos, FC Neuengronau, Faschingsgruppe Hohenzell, Burgratzen Schwarzenfels, Jugend Mernes, Maddin Obersinn sowie die Faschingsgemeinschaft Geroda/Platz.