Eigentlich wollten Alexandra und Thomas Knüttel Esel Herbert im April noch als Fohlen Mutter beziehungsweise Schwiegermutter Anita als Geburtstagsgeschenk überreichen.

Anfang April sollte die Feier stattfinden. Doch das Corona-Virus machte dem einen Strich durch die Rechnung. Alle Zusammentreffen waren untersagt. Nicht einmal hinfahren und das Geschenk überreichen war möglich.

Im Gehege der Schafe

Wohin nun mit dem Eselchen? Glücklicherweise erklärte sich Jagdpächter Wilfried Helfrich und seine Frau Christiane bereit, Herbert im Gehege ihrer Schafe unterzubringen. Sehr zur Freude von dessen Tochter Lilly, die sich des Eselchens annahm und auch ein wenig erzog. Doch auch Alexandra und Thomas besuchten Herbert täglich und begannen , ihn am Halfter auszuführen. So sah man die beidenmit Baby Felix durch Riedenberg spazieren. Thomas und Esel voran , Alexandra mit Baby hinterher. Mittlerweile ist das Gespann überall im Ort gerne gesehen. Die Schulkinder freuen sich, wenn die beiden vorbeilaufen und rufen nach Herbert, ebenso am Kindergarten.

Unkraut wird beseitigt

Erfreut wird zur Kenntnis genommen, dass das sprießende Unkraut, das sonst allerorten am Gehsteigrand wächst , durch den grasenden Herbert beseitigt wird und das lästige Auszupfen hinfällig ist. Die Touren haben sich im Laufe der Wochen erheblich erweitert und reichen von Ausflügen über Oberleichtersbach nach Bad Brückenau.

Sein Winterquartier wird Herbert in Schlitz bekommen und von Anita betreut werden. Aber im Frühling darf er wieder nach Riedenberg zurück. Auch sehr zur Freude von Lilly. Dann erschallt sein laut durchs Sinntal klingende Iah wieder.