Der Markt Geroda ist nahezu schuldenfrei. Derzeit sind noch 23 937 Euro Schulden abzutragen, in diesem Jahr ist eine Tilgung in Höhe von 15 958 Euro geplant, so dass zum Ende des Jahres 2021 lediglich knapp 8000 Euro und damit 9,78 Euro pro Kopf Verschuldung im Haushalt zu verzeichnen sind. Falls kein neuer Kredit aufgenommen wird, in 2021 ist dies nicht vorgesehen, ist Geroda Ende 2022 schuldenfrei.

Die Hebesätze für die Grundsteuer A liegt bei 350 v.H., für die Grundsteuer B bei 330 v.H. und bei der Gewerbesteuer bei 380 v.H.

Der Haushalt für 2021 umfasst ein Volumen von 3 367 000 Euro, das sind im Verwaltungshaushalt 1 462 000 Euro und im Vermögenshaushalt 1 905 000 Euro. Die Freie Finanzspanne liegt bei 171 600 Euro.

Die wichtigsten Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind der Einkommenssteueranteil in Höhe von 387 000 Euro und die Schlüsselzuweisungen in Höhe von 367 200 Euro. Die Gewerbesteuer wird im 85 000 Euro im Haushalt veranschlagt, die Grundsteuer A mit 16 800 und die Grundsteuer B mit 55 000 Euro, an Gebühren werden 160 700 Euro erwartet.

Weniger Steuereinnahmen

Im aktuellen Jahr werden in der Summe Steuereinnahmen von rund 959 000 Euro erwartet, das sind 16 000 Euro weniger als im Vorjahr und 144 300 Euro weniger als 2019. An Umlagen sind 463 000 Euro zu zahlen. Im Einzeln sind es 6100 Euro Gewerbesteuerumlage, Kreisumlage mit 349 500 Euro und Verwaltungsgemeinschaftsumlage mit 140 400 Euro. An reinen Deckungsmitteln verbleiben dem Markt Geroda 463 000 Euro, das sind voraussichtlich 4900 Euro weniger als im Jahr 2020 und 245 700 Euro weniger als in 2019.

Ein hoher Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt sind die Personalausgaben in Höhe von 402 000 Euro. An Unterhalt, unter anderem für Grundstücke und Gebäude sind 97 200 Euro an Ausgaben im Haushalt vorgesehen. Darin enthalten sind 40 000 Euro für Straßenunterhalt. Im Kindergarten sind im Eingangsbereich kleine Umbaumaßnahmen vorgesehen, hierfür stehen 5 000 Euro zur Verfügung. Für erforderliche Unterhaltsarbeiten an den Denkmälern insbesondere in den Friedhöfen wurden 10 000 Euro eingeplant.

Rücklage reduziert

Die Bewirtschaftungskosten für gemeindliche Einrichtungen belaufen sich auf 53 000 Euro, wobei 31 000 Euro auf die Abwasserbeseitigung entfallen. Fahrzeugunterhalt ist mit 19 400 Euro im Haushalt vorgesehen, Steuern und Versicherungen mit 65 600 Euro.

Die Einnahmen im Vermögenshaushalt in Höhe von 1 905 000 Euro setzen sich unter anderem zusammen aus 973 400 Euro an Zuweisungen und Zuschüssen, 771 900 Euro Rücklagenentnahme, 113 600 Euro Verkäufen und 42 600 Euro Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt. Die größten Ausgabeposten entfallen mit 938 000 Euro auf den Bau von Energie- und Versorgungsnetzleitungen, 176 000 Euro Tiefbau- und 192 000 Euro Hochbauarbeiten.

Die allgemeine Rücklage des Marktes Geroda wies Ende 2020 2 881 529 Euro, wird sich zum Ende 2021 aber wegen der Entnahme von 771 900 Euro auf 2 109 629 Euro reduzieren.

Für zukünftige Maßnahmen, wie eine Sanierung der Ortsdurchfahrt Platz in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt Schweinfurt liegen noch keine Kostenschätzungen vor. Aus dem Dorferneuerungsprogramm könnten sich Projekte ergeben, die finanzielle Mittel erfordern, die aber in der Finanzplanung nicht vorgesehen sind.