Unzählige Kinder auch aus dem Landkreis Bad Kissingen haben hier schon ein paar Tage mit der Schule verbracht. Werden das aber auch noch kommende Schulklassen nutzen können? Die Stadt Schweinfurt möchte das Schullandheim am Bauersberg abstoßen. Geplant war das schon für Ende 2021 und die Frist wurde um ein Jahr verlängert. Wie geht es jetzt weiter?

Der Geschäftsführer der Schullandheim Hobbach-Bauersberg gGmbH, Markus Seibel erläuterte unserer Zeitung gegenüber den aktuellen Stand und die weiteren Pläne. "Ich blicke zuversichtlich in die Zukunft, was den Erhalt des Schullandheims anbetrifft." Die Stadt Schweinfurt sei daran interessiert, dass der Bauersberg ein Schullandheim bleibe. Derzeit werde ein Verkehrswertgutachten erstellt, um den Wert der Anlage beziffern zu können.

Teil des Rhöniversums

Schon 2021 fanden Gespräche zwischen Seibel und Landrat Thomas Habermann statt, um über Möglichkeiten zu sprechen. "Schnell war klar, dass der Bauersberg als Teil des Rhöniversums erhalten bleiben soll." Mit im Boot sei auch die Stadt Bischofsheim.

"Wir müssen ein Sanierungs- und ein Zukunftskonzept erstellen", so Seibel. Es geht einerseits um die bauliche Situation und andererseits um die inhaltliche Ausrichtung. Ein externes Büro werde hierfür eine Machbarkeitsstudie erstellen. Wenn diese Unterlagen sowie das Verkehrswertgutachten auf dem Tisch liegen, könne darüber entschieden werden, wer die Immobilie erwerben werde. "Noch ist nichts entschieden. Es sind alle Möglichkeiten offen", erklärte Seibel.

Sanierungsfragen

Die Studien und Gutachten sollen auch aufzeigen welcher Sanierungs- und Investitionsbedarf notwendig sei. Seibel erhofft sich konkrete Zahlen, damit klare Entscheidungen getroffen werden können. Dabei gehe es einerseits um Bauunterhalt aber auch um Sanierungsfragen des gut 50 Jahre alten Gebäudes. Fragen rund um den Brandschutz, die Elektroinstallationen und Sanitäranlagen seien zu klären. "Vieles entspricht nicht mehr einem modernen Tagungshaus."

Daher müsse auch der Raumzuschnitt in den Blick genommen werden. Nasszellen im Zimmer seien heute Standard. Aber auch die Wirtschafts- und Seminarräume seien zu überdenken. Die Wasserschule Unterfranken ist im Schullandheim untergebracht, auch diese Räume in einer alten Werkstatt seien nicht auf dem Stand der Zeit. "Ziel muss es sein, so zu sanieren wie es für den Betrieb der Wasserschule und des Schullandheims für die Zukunft notwendig ist."

Noch vor dem Sommer soll Zahlen, Varianten und Informationen über mögliche Bauabschnitte auf dem Tisch liegen. "Wir müssen den Finanzbedarf pro Variante abschätzen können, damit Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden können." Seibel nennt es: "Bauersberg 2.0 - Zukunftsfit."

Wenn Kosten und Möglichkeiten vorliegen, werde in Abstimmung mit dem Landkreis und der Stadt Bischofsheim auf Investoren- und Geldgebersuche gegangen. Die Regierung von Unterfranken aber auch das Bayerische Umweltministerium seien Ansprechpartner. Außerdem soll parallel eine Fundraising-Agentur ein Marketingkonzept erarbeiten. "Es geht uns darum Fördermittel optimal auszunutzen, um den Bauersberg gut aufzustellen."