Im Rahmen einer Flächenbegehung der höheren Naturschutzbehörde wurde Karl-Heinz Kolb, der neue Gebietsbetreuer für die Schwarzen Berge und den Sinngrund vorstellt. Eingeführt wurde er vom Sachgebietsleiter Naturschutz der Regierung von Unterfranken, Dr. Thomas Keller. Träger der Gebietsbetreuerstelle ist die Kreisgruppe Bad Kissingen des Bund Naturschutz.

Karl-Heinz Kolb ist Biologe und in der Rhön kein Unbekannter. Er war in der Vergangenheit als einer von zwei Projektmanagern für die Umsetzung des Bundesförderprojektes "Hohe Rhön/Lange Rhön zuständig. Anschließend war er in der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön und beim Bayerischen Bauernverband/BBV-LandSiedlung tätig. Hier gab es bereits Berührungspunkte mit dem Gebiet, für das er jetzt zuständig ist. Ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördertes Beweidungsprojekt im Biosphärenreservat Rhön hat er für den Bayerischen Teil betreut und in dessen Rahmen die großflächige und ganzjährige Beweidung in der Talaue der Sinn bei Eckarts etabliert.

Franz Zang, Vorsitzender der Kreisgruppe Franz Zang, und Vorstandsmitglied Alexander Beck sehen darin eine gute Voraussetzung, die beiden Themen Artenschutz und Landwirtschaft zu versöhnen.

Zu seinen aktuellen Aufgaben als Gebietsbetreuer gehört auch die Kontaktaufnahme und Beratung von Landnutzern, um naturschutzfachliche Ziele bezüglich Düngung und Mähzeitpunkt in die Landnutzung einzubeziehen. Genauso wichtig sind die Maßnahmen gegen den Neophyten ("neue"Pflanzen) Lupine, die sich im Naturschutzgebiet "Schwarze Berge" immer stärker ausbreitet und für deren Erfassung auf den Flächen und auch für die Bestandskontrolle Kolb zukünftig zuständig ist.

Aber auch für eine Reihe weiterer Tiere und Pflanzen wie den Feuersalamander oder die Arnika wird der neue Gebietsbetreuer zukünftig Landschaftspflegemaßnahmen, das entsprechende Monitoring und die Erfolgskontrolle der Maßnahmen koordinieren. Hierbei sind eine gute Zusammenarbeit mit der höheren und unteren Naturschutzbehörde genauso wie der Aufbau eines Netzwerkes mit Landwirten, Imkern, Förstern und Jägern als auch den Vermarktern lokaler Produkte vor Ort wichtig. Themenbezogene Vorträge, Führungen und die Erstellung von Presseberichten und entsprechenden Informationsmaterialien werden dazu beitragen, seine Arbeit den Menschen vor Ort und den Gästen der Region näher zu bringen.