"Und wenn alle Welt von Digitalisierung spricht, das Gemeindeblatt ist ein ganz wichtiges Informationsmedium", betonte Mottens 1. Bürgermeisterin Katja Habersack (parteilos) den Wert des Gemeindeblattes, auch in der Druckversion, um dessen neue Erscheinungsform die Gemeinderäte in der jüngsten Sitzung berieten.

Claudia Marsching vom Linus-Wittich-Verlag, der das Gemeindeblatt monatlich produziert, informierte über mögliche Optionen. Die im jetzigen Vertrag festgelegten 24 Seiten habe Motten nicht benötigt. Auch in Vor-Corona-Zeiten hätten 18 Seiten ausgereicht. Zugunsten einer besseren Papierqualität und einem Komplettdruck in Farbe reduziert die Gemeinde den Umfang seines Gemeindeblattes auf 18 Seiten.

Gemeinderat Özkan Ögretmen (FW Kothen-Motten-Speicherz) begrüßte die Farbigkeit, denn: "Jeder Beitrag ist gleichwertig". Auch Habersack sieht dies so: "Die farbige Aufmachung transportiert die Informationen besser." Pro Monatsausgabe gibt die Gemeinde in Zukunft knapp 100 Euro mehr für das Gemeindeblatt aus, ab kommendem Jahr 465 Euro. Für Januar könne das noch nicht umgesetzt werden, sagte Marsching, doch im Laufe des Frühjahrs können die Mottener das Gemeindeblatt in Farbe erhalten.

Keine Bezugsgelderhöhung

Vor dem Hintergrund der steigenden Papierpreise sicherte Claudia Marsching zu, dass der Gemeinde keine Bezugsgelderhöhung drohe. Der Linus-Wittich-Verlag gebe eine Papierpreisgarantie für die nächsten vier Jahre. Der neue Vertrag sei ein Rahmenwerk und könne angepasst werden. So sei es grundsätzlich möglich, in Zeiten mit einem Plus an Veranstaltungen und damit mehr Beiträgen das Gemeindeblatt 14-tägig erscheinen zu lassen. Auch Sonderausgaben könnten zusätzlich gebucht werden, wenn etwa eine Großveranstaltung stattfindet. Mit der Seitenzahl könne von Monat zu Monat auch variiert werden. Vertraglich festgehalten sind zwölf mal 18 Seiten, die beliebig verteilt werden könnten, so Marsching.

Um die Möglichkeit des 14-tägigen Drucks möchte die Bürgermeisterin erst kommendes Jahr kümmern, wenn sich der Bedarf ändere. Ansonsten segneten alle Gemeinderäte ihren Vorschlag ab.

Im kommenden Jahr wird das Gemeindeblatt 18 Seiten umfassen und komplett farbig bedruckt sein. Ebenfalls erst im kommenden Jahr solle diskutiert werden, ob das Gemeindeblatt auch als App erhältlich sein soll.

Für das Kinderhaus sind zwei weitere Nachträge vergeben worden. Für die küchentechnische Anlage ist Firma kpc GmbH zuständig (2417 Euro), und Firma Fliesen Pirzer GmbH übernimmt die Fliesenarbeiten (7312 Euro).

Bürgerversammlungen nun im Frühjahr geplant

Katja Habersack gab bekannt, dass die Bürgerversammlungen in allen drei Ortsteilen auf Grund der Corona-Inzidenz-Entwicklung derzeit nicht stattfinden können. Sie hoffe, diese im Frühjahr nachholen zu können.

Die Gemeinde Ebersburg hat zwei Stellungnahmen bezüglich ihrer Bauleitplanung angefordert. Im "Gewerbegebiet Nr.1" soll ein Teil entwidmet werden, um im Überschwemmungsfall eine Pufferzone zu haben; außerdem soll eine Umwidmung von einer gewerblichen Baufläche zu einer Sonderbaufläche Ferienhausanlage erfolgen. Keines dieser Vorhaben berühre Mottens Belange, daher gab es im Gemeinderat auch keine Einwände.

Bauanträge genehmigt

Alle eingereichten Bauanträge wurden vom Gemeinderat einstimmig durchgewunken. Für ein Bauvorhaben in Speicherz wurde die Baugenehmigung verlängert. In Motten wird am Fuldaer Kreuz eine Produktionshalle errichtet und in der Frühlingsstraße darf der Bauherr einen Wintergarten und eine Terrassenüberdachung bauen.