Im Oberleichtersbacher Gemeindeteil Mitgenfeld kursierte jüngst das Gerücht, dass die Pläne für das neue Baugebiet am Unteren Bergfeld ins Stocken geraten seien. Es gäbe dort Lurche und deswegen liege das Bauprojekt im Sinne des Naturschutzes auf Eis, so der Dorffunk. Unsere Redaktion hat daraufhin bei Bürgermeister Dieter Muth (Aktive Wählergruppe Breitenbach/Mitgenfeld) nachgefragt, ob an dem Gerücht etwas dran ist.

Muth verneint das. Es seien aber standardmäßig bestimmte Punkte zu beachten, erklärt der Bürgermeister auf Anfrage weiterhin. Dazu zähle auch, dass bei Begehungen - eine fand bereits statt, eine weitere soll im Spätsommer folgen - geprüft wird, ob es zum Beispiel vor Ort seltene Tiere gibt.

Zauneidechsen vor Ort?

In einer Sitzung des Oberleichtersbacher Gemeinderats Ende vergangenen Jahres war berichtet worden, dass das geplante Baugebiet ein potenzieller Lebensraum für die schutzwürdige Zauneidechse sein könnte. Entsprechende Begehungen seien hierzu notwendig, erläuterte Johannes Hahn vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Bad Kissingen damals den Gemeinderäten.

"Das wird natürlich gemacht, bevor es losgeht", sagt Muth. "Das ist auch in unserem Interesse, denn wir wollen keine seltenen Tiere kaputtmachen." Die Fläche, auf der das Baugebiet entstehen soll, werde aktuell noch landwirtschaftlich genutzt, berichtet Muth. Er erwartet, dass es im Spätsommer dann mit der Erschließung losgehen kann.

Der Gemeinde lagen Ende 2020 bereits fünf Anfragen von Bauwilligen vor. Insgesamt sollen elf Bauplätze am "Bergfeld III" entstehen. Es hätte zwar etwas länger gedauert, aber alles gehe seinen bürokratischen Gang - von den Begehungen bis zur Abstimmung zwischen Ingenieurbüro und Unterer Naturschutzbehörde am Landratsamt, so Muth.

11 Bauplätze sollen ab dem Spätsommer in Mitgenfeld am "Bergfeld III" entstehen.