Ihr viertes Buch "'Judenbildstock' - Viehhandel und Strafprozess - Die Aufarbeitung eines Mordes im Jahre 1853 im Sinnbergwald bei Bad Brückenau" stellte am Sonntagabend Cornelia Mence in Bad Brückenaus Galerie "Form + Farbe den rund 55 Besuchern vor. Dabei verlas sie mehrere Abschnitte ihres Buches und veranschaulichte ihre Vorstellung mit Hilfe einiger Originalbilder der Dokumente, die sie zur Recherche verwendete.

"Ich habe ganze drei Jahre an meinem Buch geschrieben", sagt Mence voller Freude und Stolz.

Jede Menge Vorarbeit war nötig, um das Sachbuch erstellen zu können. Die Dokumente, die das damalige Geschehen protokollieren, erhielt sie aus dem Staatsarchiv in Marburg. Darunter waren Vernehmungsprotokolle sowie einige amtliche Schreiben. "Aus den mir vorliegenden Unterlagen habe ich möglichst viel im Buch zitiert, da ich die Sprache von damals sehr eindrucksvoll finde", erklärt die Autorin.

Unbekannter Blickwinkel auf die damalige Zeit

Zusammen mit ihrem Mann Mike veröffentlichte sie bereits drei Bücher, doch gerade ihr neuestes Werk hat es ihr angetan. Nicht nur, weil es das erste Buch ist, das sie allein geschrieben hat, sondern auch, weil es einen bisher eher unbekannten Blickwinkel auf die damalige Zeit widerspiegelt. "Es wirft ein Schlaglicht auf die Verbindung zwischen den jüdisch gläubigen Bürgern und den anderen Mitgliedern der Gemeinde im 19. Jahrhundert. Es war die Zeit der Annäherung. Die jüdischen Mitbürger sollten integriert werden, und dieser Raubmord geschah viele Jahre vor dem Holocaust.", betont Mence.