Die Jugendbildungsstätte gGmbh Wasserkuppe, die im Groenhoff-Haus untergebracht war, hat ihren Betrieb eingestellt. Damit erhöhen sich die Chancen auf eine Sanierung des Gebäudekomplexes. Das Hessische Finanzministerium hat dem Landkreis seine Unterstützung signalisiert. Die Landesvorsitzende der DJO, zu der die Jugendbildungsstätte gehört, Ingrid Michael, hat sich auf Anfrage nicht zur Schließung geäußert.

Zu den besten Zeiten verzeichnete die Jugendbildungsstätte 25 000 Gäste. Doch nachdem im Jahr 2016 Asylbewerber für ein Jahr dort untergebracht waren, sind die Belegungszahlen zurückgegangen. Jetzt ist der Betrieb ganz eingestellt, bestätigt Landrat Bernd Woide (CDU).

Seit gut zwei Jahren ist das Groenhoff-Haus immer wieder Thema im Kreistag gewesen. SPD und Grüne vermissten Lösungsansätze für eine Sanierung des über 80 Jahre alten denkmalgeschützten Gebäudekomplexes. Ein Problem für die Erneuerung bislang war der Erbbaupachtvertrag, den das Hessische Finanzministerium mit der DJO, zu der die Jugendbildungsstätte gehört, geschlossen hatte. Dadurch wurde eine anderweitige Nutzung und eine Sanierung verhindert. Wenn die Gesellschaft aufgelöst würde, wäre der Grund des Erbbaurechts nicht mehr gegeben. Damit stünde die Immobilie dem Eigentümer, dem Land Hessen, zur Verfügung und es könnte endlich Bewegung in das Thema kommen, erklärt Woide. Jetzt steht der Landrat in Verhandlungen mit dem Ministerium. "Wir könnten uns bereit erklären, das Eigentum zu übernehmen", sagt Woide.