"Nach mehreren Monaten Bauzeit ist der erste Teilabschnitt der Sinntalstraße nahezu fertig." Das verkündete Bürgermeister Roland Römmelt seinen Räten. Die Asphalt-Deckschicht wurde kürzlich aufgebracht. Nur die Kanten müssen noch beschnitten und die Splittschicht abgekehrt werden.

Wie Gemeinderat Mirko Metz als Anwohner der Sinntalstraße aber bemerkt hat, befindet sich in den Kanalschächten eine große Menge Schottermaterial, wodurch die Gefahr besteht, dass es zu Verstopfungen kommen könnte. So soll nun mittels der Saugvorrichtung der Straßenreinigungsmaschine Abhilfe geschaffen werden.

Nach Begehung des Bauabschnittes mit dem Verkehrssachverständigen der Polizeiinspektion Bad Brückenau, Klaus Wiesler, galt es nun in der Sitzung über Geschwindigkeitsbeschränkungen und die damit verbunden nötige Beschilderung zu befinden. Eine durchgängige 30er-Zone sei, laut Wiesler, weniger zielführend als nur bei Gefahrenstellen ausgewiesene Beschränkung auf 30 km/h. Konkret bedeutet dies, dass künftig vor dem Buswartebereich und der Engstelle im Bereich Ringweg auf 30 Stundenkilometer beschränkt wird. Über die im nächsten Jahr weitergebaute Teilstrecke bis zum Kreuzungsbereich Kirchstraße und auch die gesamte Kreuzbergstraße soll im nächsten Jahr befunden werden.

Im Schutt entdeckt

Ein Geschenk wurde der Gemeinde auf der Sitzung überreicht. Werner Vieres und Arnim Waldau übergaben Bürgermeister Römmelt eine in vielen Stunden restaurierte historische Gemeindetafel. Ein Duplikat wurde von Arnim Waldau zum Verbleib im Gemeindezentrum aus Sperrholz gefertigt.

Werner Vieres fand bei den Abbrucharbeiten des ehemaligen Basaltwerkes Anfang der 1970er Jahre im Schutt eher zufällig diese stark beschädigte Gemeindetafel, die einst zwischen 1879 und 1920 in Riedenberg gestanden hat. All die vergangenen Jahre fristete diese im Keller von Klaus Korkowski ein vergessenes Dasein.

Nun wurde sie von Werner Vieres originalgetreu und aufwendig restauriert. "Da finden wir bestimmt einen würdigen Platz im Ort, wo wir dieses Kleinod aufstellen", bedankte sich Bürgermeister Römmelt.

Der Gemeinderat gab die Zustimmung für ein Lüftungsgerät im Werkraum der Grundschule Riedenberg.

Auch der Baugenehmigung zur Errichtung eines Wohnhauses in den Baumgärten wurde zugestimmt, obwohl einige Abweichungen vom Bebauungsplan vorlagen. Lediglich mit der nur drei Meter langen Zufahrt vor der Garage zeigten sich die Räte nicht einverstanden, da das Heck eines dort abgestellten Autos so auf die Straße hinausragen würde. Hier wird entweder das Zurücksetzen der Garage gefordert, um die Zufahrtslänge der geforderten fünf Meter zu erreichen, oder ein elektrischer Torantrieb.

Den Antrag zur Errichtung einer Schredderanlage im Gewerbegebiet Nasse Wiese wurde zugestimmt. Maßgabe ist jedoch die begrenzte Betriebszeit von 7 bis 18 Uhr und in den Sommermonaten die Wasserbenetzung des Schreddergutes um die Staubentwicklung zu minimieren. Der Verlegung von Telekommunikationsleitungen im 60-m Bereich der Sinn wurde ebenfalls zugestimmt.

Die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan 2021 wurde von der Staatlichen Rechnungsprüfungsstelle des Landratsamtes Bad Kissingen geprüft und genehmigt, hieß es bei der Sitzung.