Die Mountainbike-Abteilung des Gerodaer Sportvereins plant eine neue Trainingsstrecke: Abteilungsleiter Andreas Schubert stellte der Gemeinde das Vorhaben nun zum ersten Mal vor. "Wir haben nichts dagegen", fasst Bürgermeister Alexander Schneider (UWG) das Ergebnis der Beratung im Gemeinderat zusammen. Allerdings ist die Strecke damit noch längst nicht genehmigt: Entstehen soll sie nämlich im Staatsforst, deshalb werden Details bei einem Ortstermin mit den Bayerischen Staatsforsten, möglichen Privatwaldbesitzern und dem Jagdpächter geklärt.

25 Nachwuchsfahrer sind aktiv

"Auf der neuen Strecke soll nicht die Technik im Vordergrund stehen, sondern die Kondition", berichtet Andreas Schubert. Der 45-Jährige hat die Mountainbike (MTB)-Abteilung im Jahr 2009 aufgebaut, im Rahmen einer Kooperation des Sportvereins mit der Mittelschule Schondra unterrichtet er sogar eine MTB-Schülergruppe. Im "Team Schwarze Berge" sind aktuell 25 Nachwuchsfahrer im Alter von sieben bis 17 Jahren aktiv - und feiern regelmäßige Erfolge: "Die schlagen sich tapfer", freut sich Schubert. Die Gerodaer Abteilung stellte bereits mehrfach den Sieger in verschiedenen Altersklassen des MTB-Frankencups. Durch die große Zahl an Fahrern ist das Team Schwarze Berge in den vergangenen Jahren zu einem sportlichen Aushängeschild der Gemeinde Geroda geworden.

Drei Kilometer langer Rundkurs

Vor drei Jahren hat die Abteilung bereits einen Übungsplatz auf der ehemaligen Bauschuttdeponie zwischen Platz und Oehrberg in Betrieb genommen. Dort trainieren die Fahrer auf etwa einem halben Hektar Kurventechnik, Slalom-Fahren, Wippen- und Paletten-Überwinden. Die geplante Strecke im Bereich Grimbachswald zwischen Geroda und Schildeck soll dagegen rund drei Kilometer lang werden und den Fahrern die direkte Vorbereitung auf Wettkämpfe erleichtern. Die geplante Strecke befindet sich laut Schubert oberhalb des jüdischen Friedhofes. "Wir wollen weitgehend bestehende Wege nutzen, trotzdem sind noch einige Arbeiten notwendig", berichtet Schubert. Zum Teil müssten herumliegende Äste beseitigt werden, ansonsten kommen die Mountainbiker meist mit dem vorhandenen Gelände aus. Schubert hofft auf zügige Verhandlungen, auch weil Radfahrer aus seiner Sicht keine größere Störungen im Wald verursachten.

Möglicher Teil der Drahteseltour?

Der große Vorteil der geplanten Strecke ist für den 45-Jährigen Mountainbike-Freund die Nähe zum Ort: Die Jugendlichen könnten dort jederzeit trainieren, ohne erst lange Wege fahren zu müssen. Zudem sei denkbar, dass auch Trainingsgruppen aus Schondra und Bad Brückenau den Rundkurs nutzen. Selbst in die jährliche "Drahteseltour" des Schützenvereins Geroda könnte die Strecke eingebaut werden.

Feuerwehr Wer 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst leistet, den läd der Freistaat eine Woche lang ins Feuerwehrerholungsheim Bayerisch Gmain ein. Wie viele andere Gemeinden hat sich auch Geroda prinzipiell dazu entschlossen, die Kosten in Höhe von rund 250 Euro für eine Begleitperson zu übernehmen. Auf Vorschlag von Hans Roth soll es jedoch Unterschiede geben: Nur wer sich aktiv eingebracht hat, etwa viele Jahre im Vorstand, als Atemschutzgeräteträger oder Maschinisten, erhält die Anerkennung. Die Entscheidung liegt beim jeweilige Kommandanten.

Werbung Die Firma "OBDA Außenwerbung" hat erneut eine Plakatwerbetafel an der Ortsdurchfahrt Platz beantragt. Wir bereits vor neun Monaten lehnte das Gremium den Antrag ab. Zum einen sah das Gremium eine Gefahr, weil die Ortsdurchfahrt mit dichter Bebauung relativ eng sei. Zum anderen gestalte der Obst- und Gartenbauverein jährlich den Bereich um die ehemalige Schmiede. Eine Tafel würde als störend empfunden.

Holz Die Gemeinde hat elf Polder Buchenstammholz auf der Platzer Kuppe im Bereich Kleiner Berg geerntet. Obwohl das Holz bereits vergeben ist, legte der Gemeinderat jetzt erst den Verkaufspreis fest: 50 Euro kostet der Festmeter, im vergangenen Jahr waren es noch 45 Euro.

Finanzen Kämmerer Lothar Ziegler stellte das Ergebnis der Jahresrechnung 2014 vor: Darin wurden knapp 378 000 Euro dem Vermögenshaushalt und 335 000 Euro den Rücklagen zugeführt. Diese stiegen auf 1,678 Millionen Euro.