Leerstände im Ort vermeiden und den ortstypischen Charakter bewahren ist das Ziel des "Kommunalen Förderprogramms für Investitionen zur Revitalisierung der Ortskerne", das der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung verabschiedet hat. Damit wird ein wichtiger Impuls zum Erhalt der Ortskerne als Wohn- und Arbeitsraum gegeben.

Gefördert werden Gebäude, die zu Wohn-, Gewerbe-, freiberuflichen oder landwirtschaftlichen Zwecken genutzt wurden und in Zukunft mindestens für die Dauer von zehn Jahren für Wohn-, Gewerbe- oder freiberufliche Zwecke auch wieder genutzt werden.

Dabei werden der Umbau, die Erweiterung sowie die Sanierung von Gebäuden gefördert, die zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens 50 Jahre alt sind und mindestens zwölf Monate kompletten Leerstand aufweisen. In ausreichend begründeten Ausnahmefällen kann von der Voraussetzung eines zwölf-monatigen Leerstands abgewichen werden.

Zehn Prozent Zuschuss

Förderfähig ist auch ein Gebäudeabriss ohne anschließenden Neubau, wenn dadurch die innerörtliche Situation (Ortsbild, Belichtung, Begrünung) maßgeblich verbessert wird. Für diese Maßnahmen gewährt der Markt Schondra einen einmaligen Zuschuss von zehn Prozent der förderfähigen Gesamtkosten. Die maximale Zuschusshöhe für ein Bauvorhaben beträgt 10 000 Euro.

Die Mindestinvestitionssumme für ein Bauvorhaben ist auf 10 000 Euro festgelegt.

Die jeweilige Fördersumme erhöht sich um zehn Prozent pro Kind, das nach Abschluss der Maßnahme im Haushalt wohnt und das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Erstattung bis 1000 Euro

Zusätzlich werden bei Abbruch von Gebäudesubstanz entstandene Gebühren für Bauschuttanlieferungen an einen zertifizierten Entsorgungsbetrieb im Landkreis Bad Kissingen bis zu maximal 1000 Euro erstattet. Erdaushubanlieferungen sowie Zuschläge für Anlieferungen außerhalb der Öffnungszeiten werden nicht bezuschusst.

Im Vorfeld der Baumaßnahmen ist eine Erstberatung heranzuziehen, die kostenlos über die Gemeinde angeboten wird. Diese Erstberatung ist Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Förderung. In Fällen, bei denen ein Gebäudeabbruch mit anschließendem Neubau an gleicher Stelle geplant ist, soll auf eine Erstberatung verzichtet werden.

Von einer Förderung über das kommunale Revitalisierungsprogramm des Marktes Schondra ausgeschlossen sind die erbrachten Eigenleistungen, Grund- und Immobilienerwerb, Einrichtungsgegenstände und Gebühren.

Schriftlicher Antrag nötig

Die Antragstellung für die Förderung ist nach der Erstberatung mit den notwendigen Unterlagen schriftlich an den Markt Schondra zu richten. Die Baumaßnahmen dürfen vor Bewilligung durch den Markt Schondra nicht begonnen sein.

Im Rahmen der Nachbarbeteiligung stimmte der Marktgemeinderat dem Neubau eines 60 Meter hohen Schleuderbetonmastes mit zwei Plattformen und einem sieben Meter langen Aufsatzrohr im Forstbezirk Geiersnest -Ost zu.

Genehmigt wurde in der jüngsten Sitzung auch der Tekturplan zu einem Bauplan aus dem Jahr 2018; auf dem Anwesen Hauptstraße 7 in Singenrain wird zur Nutzung der Dachterrasse eine Außentreppe errichtet.

Baugenehmigung jetzt erteilt

Im Rahmen einer brandschutztechnischen Neubetrachtung einer Halle in der Industriestraße 2 in Schildeck wurde festgestellt, dass zur schon einige Jahre zurückliegenden Nutzungsänderung von einem Möbellager in das derzeitige Reifenlager noch keine Baugenehmigung vorliegt; diese wurde vom Ratsgremium jetzt erteilt.

Durch Unterschrift von Bürgermeister Bernold Martin (CSU) ist der Markt Schondra der Lokalen Aktionsgruppe Leader Bad Kissingen e.V. beigetreten. Da es einige Nachfragen aus den Reihen der Ratsmitglieder gab, erläuterte 3.Bürgermeister Jürgen Metz (FWG Singenrain) Aufgabe und Arbeitsweise der LAG, so dass der Beitritt nun einstimmig vom Marktgemeinderat nachgenehmigt wurde.