Zahlreiche Ehrengäste konnten Kommandant Matthias Hauke und Vereinsvorsitzender Markus Ullrich zum Doppeljubiläum, 150-jähriges Bestehen der Feuerwehr Zeitlofs und 40 Jahre Jugendfeuerwehr, bei einem großen Fest am Pfingstwochenende begrüßen.

Ob Politik oder Feuerwehrführung, stets wurde das große ehrenamtliche Engagement der Feuerwehr sowie die geleistete Arbeit in den 150 Jahren gewürdigt und hervorgehoben. Schirmherr des Jubiläums war Sandro Kirchner (MdL, CSU). Es sei ein Jubiläum der Generationen, hob er hervor. Seit 1872 sei die Feuerwehr fester Bestandteil der dörflichen Gemeinschaft, sorge für Sicherheit von Hab und Gut und sei in Notsituationen zur Stelle. Dass die Jugendarbeit in Zeitlofs' Feuerwehr groß geschrieben werde, zeige sich an den 40 Jahren Jugendfeuerwehr, die ein fester Bestandteil der Feuerwehr sei. Dienst an der Allgemeinheit lebe die Feuerwehr vor. Die Jugend der Zeitlofser Feuerwehr eifere dem nach, schaue über den eigenen Tellerrand und lasse sich ausbilden. Kirchner sprach von veränderten Herausforderungen für den Feuerwehrdienst. Groß- und Schadensereignisse fordern oft alles von den Einsatzkräften. Und doch brauche die Gesellschaft Menschen, die bereit sind, sich einzusetzen und für das Gemeinwohl zur Verfügung zu stehen. So dankte Kirchner den Familien, die diese Arbeit unterstützen, sei es bei Einsätzen, Übungen, Weiterbildungen und auch Kameradschaftsabenden. Feuerwehrler seien Botschafter fürs Ehrenamt.

Ein Glücksfall für Zeitlofs

Matthias Hauke, einerseits Kommandant, andererseits Bürgermeister von Zeitlofs, ließ es sich nicht nehmen, auch dieser Funktion den heutigen Einsatzkräften wie auch den "Gründervätern" für ihre großartige Idee zu danken. Die Geschlossenheit der Zeitlofser Feuerwehr hob er besonders hervor. Für den Landkreis Bad Kissingen überbrachte die stellvertretende Landrätin Brigitte Meyerdierks anerkennende Grußworte und Lob für die Jugend, die in die Fußstapfen der Altvorderen trete. "Die Freiwillige Feuerwehr ist ein Glücksfall für Zeitlofs", befand Kreisbrandrat Benno Metz. "Unverzichtbar seit 150 Jahren." Auch Hanskarl Freiherr von Thüngen schloss ich diesen Würdigungen an. "Sie machen seit vielen Jahrzehnten Bewunderswertes."

Chronik vorgestellt

Ehrungen standen im Mittelpunkt des Festkommers', dem ein Gottesdienst mit Pfarrerin Barbara Weichert vorausgegangen war. Außerdem wurde vom Vorsitzenden die Chronik der Feuerwehr Zeitlofs vorgestellt, die einen nahezu lückenlosen Überblick über die 150-jährige Geschichte gibt.

Ehrungen

Für 25 Jahre aktive Dienstzeit wurden geehrt: Thomas Hüfner (Rupboden), Christian Breitenbach und Michael Kleinhenz (beide Detter); für 40 Jahre aktive Dienstzeit: Thomas Schulz-Stellmacher (Rupboden) und Lothar Ziegler (Weißenbach).

Vom Kreisverband Bad Kissingen erhielt Zeitlofs' Altbürgermeister Wilhelm Friedrich die Bayerische Ehrenmedaille verliehen. In seiner 24-jährigen Zeit als Bürgermeister von Zeitlofs habe er die Belange der Feuerwehr stets unterstützt und wegweisende Entscheidungen für Anschaffungen und Neuerungen getroffen.

Harald Hauke (Zeitlofs) bekam das Ehrenkreuz in Silber der Bayerischen Feuerwehren. Hauke war von 1989 bis 1992 stellvertretender Kommandant und von 1992 bis 2010 Kommandant. Von 2004 bis 2020 war er stellvertretender Vorsitzender. Unter seiner Regie wurde die First Responder Gruppe im Jahr 2005 gegründet. Heute ist er immer noch aktiver Feuerwehrmann.

Die Bayerische Feuerwehr-Ehrenmedaille ging an Richard Limpert (Eckarts). Limpert war in den 1950er- und 1960er-Jahren maßgeblich am Wiederaufbau der Wehr beteiligt. Von 1965 bis 1991 war er 1. Kommandant.

Mit dem Ehrenkreuz in Bronze der Deutschen Feuerwehr wurde Richard Ullrich (Zeitlofs) geehrt. Er sei, mit seinen 64 Jahren wohl der älteste aktive Atemschutzgeräteträger in Bayern.

Zu Ehrenmitgliedern der Feuerwehr Zeitlofs wurden Jürgen Buberl und Leo Uebelacker ernannt. Für 70-jährige Mitgliedschaft bei der Feuerwehr wurde Oskar Müller geehrt. Die Ehrung für 55 Jahre ging an Roland Müller, Erich Elm, Werner Spahn und Erwin Knüttel. Für 30 Jahre wurden Alfred Hereth, Joachim Goebel, Rüdiger Meinl und Markus Frank geehrt; für 25 Jahre Andreas Kenner, Gerd Less, Thomas Höfler, Günter Schnarr, Walter Nickolai, Bernd Schröder, Tobias Nuwel, Andreas Ochs und Tobias Schmidt; für 20 Jahre Laura Baier, Theresa Stock, Kevin Lamp-Brendan, Jens Nietsch, Benjamin Mack, Friedhelm Sollmann und Sven Reindl.