Nach "Liebes- und Schelmengeschichten aus 1001" (2015), "Der Ring des Nibelungen" (2016), "Blähungen" und "Eine kleine Riesen-Winter-Geschichte" (2017) hat sich der Puppenspieler diesmal Goethes Faust vorgenommen. Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr.

Goethe war als Kind vom Puppenspiel um den "Doktor Faustus" so fasziniert, dass ihn die Geschichte nicht mehr losließ und er seine weltberühmten Werke schuf. Der Puppenspieler Thomas Glasmeyer seinerseits war und ist so begeistert von Goethes Werk, dass er sich vorgenommen hat, ein zeitgemäßes Puppenspiel zu schaffen.

Mit einer eigenen Textfassung, die sich sehr stark am bekannten Text orientiert, bringt Thomas Glasmeyer dem Publikum den Bühnenklassiker nahe. Zueigung des Puppenspielers an sein Publikum: ...wohl mögen meine Reime sich in Teilen etwas beißen, doch ihr, ihr werdet mir dies sicherlich verzeih"n; denn ganz am End" - da bin ich gewiss - wird's heißen: Dies Puppenspiel von Heinrich Fausten - klein und fein!

Frei nach Goethe wird, in einer neu erstellten Textversion, die alte Geschichte von Heinrich Faust erzählt, der seine Seele dem Teufel verkauft, um Erkenntnis, vor allem aber Spaß zu gewinnen.
Das klappt, auch in dieser Bearbeitung, nur bedingt, denn Faust zeigt Gewissen... (na schau, des "Schöpfers Kalkül" geht ja auf...). Um die Verwirrung perfekt zu machen, werden nun noch Elemente aus Faust II hinzugemixt, die in der Regel eh niemand kapiert - nicht einmal Mephisto (ja ja, die Wege des Herrn...), weshalb der am Ende auch in die Röhre schaut. Also alles beim alten.

Die Regie übernimmt Martin Menner, die Musik ist von Wolfgang Salomon; Text, Ausstattung und Spiel liegen in den Händen von Thomas Glasmeyer. Thomas Glasmeyer wurde 1956 in Bochum geboren. 1971 begann er in H.-J. Fettigs Figurentheater "Kellerasseln" in Stuttgart-Degerloch. 1973-75 führte er dann sein eigenes Puppentheater in St. Blasien im Schwarzwald. Ab 1978 absolvierte er ein Jurastudium in Konstanz und Würzburg, verstärkte aber nebenher "vernünftigerweise" (wie er selbst sagt) seine Puppenbautätigkeit. 1986 gab er eine kleine Varieté-Inszenierung mit Puppen am Stadttheater Würzburg. Seit 1990 arbeitet er als freischaffender Puppenbauer und -spieler, gibt VHS-Kurse und Workshops für Kinder und Erwachsene. Ab da ist sein Repertoire stetig gewachsen.
Thomas Glasmeyer wird ebenso wie der Verein Kunsthaus e.V. von der Unterfränkischen Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken gefördert.

Karten für die Veranstaltung des Kunsthaus e.V. in der Galerie Form und Farbe, Bahnhofstraße 19, am Freitag, 13. Juli, um 19.30 Uhr, gibt es im Vorverkauf bei Hohmann's Manufactur und in der Buchhandlung Nikolaus. Mögliche Restkarten gibt es an der Abendkasse.

Am Sonntag, 15. Juli, endet die Ausstellung von Manfred Neuner "Wolkenmeer". Dann ist die Galerie geschlossen bis zum 29. September. An diesem Tag gibt es eine Lesung mit Maria Unger, tags darauf, am 30.9. findet die Vernissage von Bärbel Grünewald "Textile Wandbilder" statt.