Im Herbst vorigen Jahres wurde das Projekt "Auszeit" der Kreuzbergallianz vorgestellt. Hinter diesem Titel verbirgt sich die Idee eines Pilgerwegs in der Rhön, der die Gemeinden der Kreuzbergallianz (Stadt Bischofsheim, Markt Oberelsbach, Gemeinden Sandberg und Schönau) miteinander und den Kloster Kreuzberg verbindet, und unterwegs Sinnsuchenden Impulse und Anregungen bietet. Touristen und Einheimische sollen von dem Weg profitieren.

Touristen sollen zu einem mehrtägigen Aufenthalt in der Region ermuntert werden. So soll das Projekt zur Stärkung der lokalen Beherbergungsbetriebe, der Gastronomie aber auch einer Vielzahl von anderen Akteuren, beispielsweise Künstlern beitragen.

Viele Orte anbinden

Zwischenzeitlich wurde unter Federführung von Sandbergs Bürgermeisterin Sonja Reubelt an dem Projekt weiter gearbeitet. Die Rhönklub Zweigvereine der Region wurden ins Boot geholt. Heinz Hüttner vom Rhönklub Bischofsheim: "Wir Zweigvereine haben uns darauf verständigt, die Routen auszuarbeiten." Mit im Boot sind die Zweigvereine Oberweißenbrunn, Walddörfer und Unterelsbach. Den Oberelsbacher Part übernimmt der Zweigverein Bischofsheim.

"Wir schlagen Routen vor, die markante und interessante Punkte, zum Thema passend einbeziehen. Uns geht es auch darum möglichst viele Orte anzubinden. Letztendlich entscheiden aber nicht die Rhönklub Zweigvereine über die Route, wir machen nur Vorschläge." Beispielsweise sei das Rhönklub-Ehrenmal einbezogen werden, das mit dem Kreuz aus dem Zaun der ehemaligen Deutsch-Deutschen Grenze eine Besonderheit darstelle.

2368 Höhenmeter

Rund 82 Kilometer umfasst die derzeitige Planung mit 2368 Höhenmetern. Folgende Etappen auf bestehenden Wanderwegen stehen im Plan: Kloster Kreuzberg bis Langenleiten, weiter nach Kilianshof, Burgwallbach, Schönau, Oberelsbach, Thüringer Hütte, Holzberghof, Bischofsheim und wieder zurück zum Kloster. Die Etappen sind zwischen sieben und zehn Kilometer lang. Die relativ kurze Streckenführung wurde bewusst so gewählt, damit der Wege eben langsam und entschleunigt genossen werden kann.

Unterwegs sollen in Anlehnung an den Sonnengesang des Heiligen Franziskus sieben Pilgerstationen entstehen, die die Aspekte Spiritualität, Naturerlebnis und Entschleunigung miteinander verbinden. "Es geht nicht darum den Weg so schnell wie möglich zurück zu legen, sondern in Etappen, um einerseits Gäste möglichst lange in der Region zu halten, anderseits um unterwegs genügend Zeit zum Innehalten und der inneren Einkehr zu haben. Entdeckung der Langsamkeit", nannte es Reubelt.

Über die Gestaltung der Pilgerstationen, ob sie an bestehenden Wegkreuzen, Kapelle, Grotten oder Kirchen angedockt werden oder gänzlich neu zu gestalten sind, müsse noch beraten werden. Klar ist, dass das Kloster Kreuzberg Ausgangs- und Endpunkt ist und auch an den Franziskusweg an der Thüringer Hütte angedockt wird. Nach Auskunft von Reubelt, soll noch in diesem Jahr die mögliche Streckenführung und die Frage um die Gestaltung der Stationen soweit abgeschlossen sein, dass mit dem Konzept Fördermittel beantragt werden können.