Die Verschuldung pro Einwohner werde Ende 2022 voraussichtlich 51,12 Euro betragen. Seit 2007 hat Oberleichtersbach keinen Kredit mehr aufgenommen. Die Schulden lagen Anfang diesen Jahres bei 148.396 Euro, getilgt werden heuer 41.700 Euro. Dem gegenüber stehen Rücklagen von 14.519.616 Euro. 2.837.200 Euro sollen heuer für notwendige Investitionen entnommen werden.

Zu den größten Investitionen zählt die Erschließung der Wohnbaugebiete Bergfeld III und Eller V sowie die Erschließung der Gewerbefläche Buchrasen IV. Es werden hohe Investitionen erforderlich, welche erst beim Verkauf der Flächen teilweise wieder an die Gemeinde zurückfließen. Außerdem steht der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Modlos als auch der Neubau des Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshauses in Unterleichtersbach an. Diese Projekte müssen überwiegend aus Eigenmitteln der Gemeinde finanziert werden, da Förderungen nur in vergleichsweise geringem Umfang gewährt werden, erläuterte Kämmerer Steffen Schneider in der Sitzung des Gemeinderats.

Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine

Auch wenn Oberleichtersbachs Finanzen geordnet und zufriedenstellend seien, die Gemeinde sei angehalten, sich auf Pflichtaufgaben zu konzentrieren, da unklar sei, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine auf kommunale Haushalte haben werden.

Der Haushalt 2022 beträgt im Verwaltungshaushalt 5.540.700 Euro und im Vermögenshaushalt 5.012.500 Euro, was ein Gesamtvolumen von 10.553.200 Euro ergibt. Die wichtigsten Einnahmen sind die Gewerbesteuer mit 2,9 Millionen und der Einkommenssteueranteil mit 1,2 Millionen. Schlüsselzuweisungen erhält Oberleichtersbach voraussichtlich aufgrund der vergleichsweise hohen Steuerkraft keine. Auf der Ausgabenseite schlagen die Personalkosten mit 417.700 Euro, die Kreisumlage mit 1,8 Millionen Euro und die Umlage der Verwaltungsgemeinschaft mit 366.200 Euro zu Buche.