"Wir haben Aufenthaltsqualität geschaffen", freut sich Bürgermeisterin Katja Habersack (parteilos) über die Einweihung des Areals um das Josefsheim. Die Wege und der alte Pfarrgarten haben sich im letzten Jahr sehr verändert, die alten Bilder habe man noch im Kopf, sagte sie: "Alte Treppen, noch eine Treppe, ...". Die barrierefreie Erschließung war der Grundgedanke anno 2016, als der damalige Mottener Bürgermeister Jochen Vogel, der zur Einweihungsfeier gekommen war, die Sanierung auf den Weg gebracht hatte.

"Alles, was Sie hier sehen, hat einen langen Vorlauf", berichtet Katja Habersack. Nach der Planungsphase startete die Gemeinde im letzten Jahr mit der Umsetzung, "doch es war kein leichter Weg". Einige Stolpersteine waren den Baufirmen in den Weg gelegt - von großen Höhenunterschieden bis zu nicht bekannt gewesenen Leitungen und Hohlräumen im Fundament.

Die Bauarbeiten sind nun abgeschlossen und die Rathauschefin dankte allen Beteiligten für die geglückte Umsetzung, allen voran Baufirma Theo Hahn aus Zeitlofs, vertreten durch Steffen Beck. Das Unternehmen sei immer ein "verlässlicher und fachkundiger Partner" gewesen, so Habersack. Ihr Dank ging auch an Gartendesign Metz aus Burkardroth, verantwortlich für den Gartenbau, und die Firma Hahner Technik aus Petersberg, die die Metallbauarbeiten übernommen hatte. Aber auch die Nachbarn haben die Baustelle "hautnah miterlebt" mit all dem Lärm, Schmutz und Einschränkungen, was so manche Nerven gekostet habe.

Nasen platt gedrückt

Ganz nah dabei waren natürlich die Kindergartenkinder, die bei Baggerarbeiten oft ihre Nasen an den Fenstern platt gedrückt hatten. Herr Dölker von Baurconsult hatte das Großprojekt von Anfang an begleitet und zum erfolgreichen Abschluss geführt.

Neue Nutzungsmöglichkeiten gebe es nun rund um das barrierefrei erschlossene Areal um das Josefsheim, nun "erstmals mit Festcharakter", so die Bürgermeisterin. "Ich wünsche uns weiterhin gute Nachbarschaft", sagte sie zu Pfarrer Hans Thurn, der den kirchlichen Segen spendete. Er wünschte, dass "alles barrierefrei werden könnte" in einer Welt, in der es immer mehr Barrieren gebe. Doch sei es "schön, einen Platz zu finden, wo man gerne ist". Im Namen der Kirchenverwaltung sprach er ein "Vergelt´s Gott".

Zu einer Einweihungsfeier wird normalerweise Sekt ausgeschenkt, doch für einen "Mottener Sektempfang" wurde, "wie es sich für Motten gehört" mit einem Fläschchen Bier angestoßen - in kleiner Runde, "ganz gemütlich, ganz unprätentiös", sagte Katja Habersack und wünschte eine "schöne gemeinsame Zeit".