Zu einem Publikumsmagneten wurde die diesjährige Aufführung der jungen Islandpferde-Reiter vom Altenberg in Oberbach. Mehr als 600 Zuschauer verfolgten bei besten Rahmenbedingungen die Show unter dem Motto "Die Schöne und das Biest", angelehnt an das gleichnamige Musical. "74 Reiter nehmen an der gesamten Show teil", berichtete Chef-Organisatorin Carina Kehm. "Und ich bin unheimlich stolz auf jeden einzelnen."

Jeder Liebe wohnt ein Zauber inne. Das ist eine der Kernaussagen von "Die Schöne und das Biest". Und so entführten die jungen Reiter ihr staunendes Publikum in die Welt einer ganz besonderen Liebe.

Mit farbenprächtigen Kostümen, hinreißenden menschlichen und tierischen Darstellern und gefühlvoller Musik ließ das Musical zu Pferde traumhafte Bilder entstehen. Große und kleine Märchenfans waren von dem Spektakel direkt am Waldrand und am Ufer der Sinn verzaubert.


Aufwändige Kostüme

Die aufwändig gestalteten Kostüme aufs Pferd zu bringen, war wirklich eine echte Herausforderung. Und doch gelang es. Auf der Oberbacher Freiluft-Bühne im Sinntal wurden sie lebendig, die singenden und tanzenden Haushaltsgegenstände, die in Wahrheit einst Mitglieder des Hofstaats waren. Vom charmanten Kerzenständer bis hin zum überdimensionalen Löffel, die zauberhaften Wesen wurden perfekt in Szene gesetzt.

Weltweit haben schon Millionen Menschen mit "Belle" und dem Biest gelitten. Das ursprünglich französische Märchen, das von Disney schon mehrfach aufgegriffen worden ist, hat die Herzen der Menschen in der ganzen Welt erobert. So auch in Oberbach, wo die jungen Protagonisten mit viel Applaus bedacht wurden.

Inhaltlich, dramaturgisch und chronologisch blieben die Oberbacher ganz eng an der ursprünglichen Story von "Die Schöne und das Biest". Ein eitler Prinz verweigerte einer Bettlerin eine Unterkunft. Die Bettlerin war allerdings eine Fee. Ihre Strafe für den hartherzigen Prinzen: Sie verwandelte ihn in ein hässliches Biest. Nur die wahre Liebe kann ihm wieder seine ursprüngliche Gestalt zurückgeben. Doch wie soll er die wahre Liebe im Körper eines Biestes finden?

Von den Menschen zurückgezogen lebt er auf seinem Schloss. Als ständige Gesellschaft hat er den ebenfalls verzauberten Hausrat. Eines Abends verirrt sich ein Mann auf das Schloss - das Biest nimmt ihn gefangen und setzt damit eine unvorhergesehene Kette von Ereignissen in Gang.

Der Mann ist Vater der ebenso hübschen wie eigensinnigen Belle. Das Mädchen fühlt sich in der Heimat eingeengt, außerdem gehen ihr die Avancen von Gaston auf die Nerven.


Erlös für guten Zweck

Als ihr Vater verschwindet, macht sie sich auf die Suche und gelangt bald ans Schloss. Zum Austausch für ihren Vater bleibt Belle beim Biest - und weckt schnell das Interesse des verzauberten Hausrats. Belle könnte das Mädchen sein, das den Fluch bricht. Doch sowohl Belle als auch das Biest bleiben zunächst stur und möchten nichts voneinander wissen. Wie es doch noch zu dem berühmten Happy-End kommt, stellten die jungen Reiter mit viel Liebe zum Detail dar.

"Wir sind keine Profis, wir machen es aus Liebe, wir machen es gerne", sagte Organisatorin Carina Kehm, die betonte, wie Viele unermüdlich mitgeholfen hatten. "Kinder sollten ein Ziel haben. Wenn sie auf etwas hinarbeiten, dann entwickeln sie selbst ein großes Engagement", ist Kehm überzeugt.

Die Veranstaltung kommt übrigens gleich mehreren guten Zwecken zugute. Ein Teil des Erlöses geht an die Jugendgruppe Oberbach, ein Teil wird für ein Hilfs-Projekt in Afrika verwendet und zu guter Letzt wird auch ein Kinderhospiz bei Fulda unterstützt. "Die machen ganz tolle Arbeit, das wollen wir sehr gerne unterstützen", sagte Carina Kehm, die selbst ein Stück weit erleichtert war, dass die harte Arbeit der letzten Monaten so begeistert aufgenommen wurde. "Auch den Eltern der Kinder gebührt Dank, sie mussten die jungen Reiter teilweise früh um sieben schon zu den Reitstunden fahren." Dafür bekamen sie von ihren Sprösslingen eine Rose überreicht. Ein rundum märchenhafter Sonntag in der Rhön.