Elia Karg wurde als Strohbär verkleidet und zog mit Mitgliedern des Angelsportvereins von Haus zu Haus.
In Detter feierte ein alter, fast vergessener Brauch fröhliche Urständ. Der Winter wurde ausgetrieben. Dafür verwandelte der Angelsportverein den jungen Elia Karg in einen Strohbären. Dafür braucht man langes Stroh, wie es zu Zeiten, als es noch keine Mähdrescher gab, beschaffen war. Solches Stroh fand sich noch bei einem älteren Bauern in der Scheune.
Der junge Mann wurde rundum mit Stroh eingebunden, Kuhglocken zierten seine Taille, und an einem langen Seil führten die Vereinsmitglieder ihn, begleitet von Akkordeonmusik, durchs Dorf. An vielen Häusern wurde Station gemacht, und die von den Bewohnern großzügig gespendeten Lebensmittel im mitgeführten Bollerwagen verstaut. Eier, Speck, Brot, Würste, Kuchen und natürlich auch die ein oder andere Flasche Schnaps fanden sich am Ende darin.
Am Lieblingsplatz aller Detterer, bei der "Hof Bärbel", wurde zuerst der arme Bär seines "Winterfells" entledigt, das sofort im Lagerfeuer verbrannt wurde. Anschließend verarbeitete man die Spenden zu einer Mahlzeit, und alles wurde zusammen verzehrt. Einige Dorfbewohner kamen ebenfalls dazu, und so fand schließlich der schöne alte Brauch des Strohbären einen stimmungsvollen Ausklang.
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