Es regnet kräftig an diesem Montagmorgen in Bad Brückenau. Grauer Himmel und kein Farbspektakel, auch nicht überm Kindergarten "Regenbogenland" am Kleinen Steinbusch. Die Spielgeräte sind verwaist; die Kinder hocken drin.

Doch prinzipiell dürfen sie ihren Außenbereich wieder nutzen - und tun das auch, berichtet laut Leiterin Alexandra Fürst bei einem Pressetermin mit Bürgermeister Jochen Vogel und Peter Karl vom städtischen Büro Bauleistungen. Der Termin bedeutet den Abschluss der Sanierung, die im Oktober 2017 mit den Rückbauarbeiten begonnen hat.

Laut Karl kostete das Gesamtprojekt 1,497 Millionen Euro; veranschlagt waren ursprünglich 1,066 Millionen. Insgesamt erhält die Stadt rund 928 000 Euro staatliche Förderung; den Rest muss sie selbst aufbringen.

Die Außenanlagen waren der letzte Teil, der - trotz Pandemie - angegangen wurde. Der untere Spielbereich für die Kleinkinder wurde neu eingerichtet, alte Pflasterflächen entfernt und neu hergestellt, dann die Spielgeräte wieder aufgebaut. Im oberen Spielareal wurden beispielsweise eine Rutsche aus dem Bereich des heutigen Anbaus und eine Wippe versetzt.

All das war bis zum Dezember 2020 abgeschlossen. Im Mai und Juni dieses Jahres wurde für die Sicherheit der Kinder der Zaun zu den Spielbereichen, aber auch an der ehemaligen Baustellenausfahrt geschlossen. Insgesamt hat die Auffrischung des Außenbereichs mit Pflasterung, Herstellung der Grünflächen, der barrierefreie Zugang zum Haupteingang, ein Geländer als Absturzsicherung für den Lichthof und das Ausgangspodest (Stahlgitter) am neuen Speisesaal rund 95 000 Euro gekostet.

Kindergarten-Leiterin Fürst ist besonders froh, dass ein spezieller Wunsch in Erfüllung ging: Durch die Stützmauer des Lichthofes für die Schlafräume der beiden Kleinkind-Gruppen war ein großes Stück des seitlichen Umgriffs weggefallen. Die sogenannte "Rädelesstrecke", die die Kinder mit Bobbycar und ähnlichen Gefährten benutzten, war ziemlich schmal geworden. Also trat Fürst quasi auf dem "kurzen Dienstweg" an Bürgermeister Vogel heran. Der entscheid, einen Streifen zum Nachbargrundstück hin zusätzlich pflastern zu lassen. "Eine Lösung für die Praxis", wie beide sagen.

Als Gewinn sieht Alexandra Fürst auch den neuen Personalraum und den großen Speisesaal im Innern an. Bei 22 Mitarbeiterinnen, die vier Regel- und zwei Kleinkindgruppen betreuen, eine platzschaffende Notwendigkeit. Vorher sei es ganz schön eng gewesen. Inzwischen wurde das Kindergarten-Konzept von geschlossenen Gruppen auf eine offene Kita umgestellt.