Ihre Patientenakten nimmt Reder an den neuen Standort mit. Patienten aus Bad Brückenau können also auch weiterhin betreut werden.

"Bad Brückenau ist zur Zeit noch gut bestellt mit Hausärzten", sagt Reder. Auf dem Land sehe das dagegen anders aus. Sie freue sich auf die Arbeit in Schondra. In der Zeit zwischen dem Wechsel wird die Vertretung für die Patienten ebenfalls von der Gemeinschaftspraxis in Schondra übernommen.

Nachwuchssuche mit Weitblick

Gertraud Reder arbeitete im alten Bad Brückenauer Krankenhaus, bevor sie 1997 eine eigene Praxis eröffnete. Nach fast 20 Jahren tritt die 62-Jährige nun wieder etwas kürzer.

Prof. Emanuel Fritschka, Vorsitzender des Ärztevereins Bad Brückenau, sieht den Weggang von Gertraud Reder von Bad Brückenau nach Schondra nicht negativ. "Ich denke, die Versorgung mit Hausärzten ist ausreichend", schätzt er die Lage positiv ein. Seine eigene Praxis im Ärztehaus in der Bahnhofstraße habe zum Beispiel noch freie Kapazitäten.

Auf lange Sicht erfordere die Suche nach medizinischem Nachwuchs aber Aktivität und Voraussicht, macht Fritschka klar. "Es gibt junge Ärzte, die in Bad Brückenau wohnen, aber noch in der Ausbildung sind", sieht er Nachwuchschancen in der Kurstadt.