Überwältigt von der großen Resonanz zeigte sich Sebastian Hauke bei der Eröffnung des Rewe-Marktes in der Kissinger Straße. Zahlreiche geladene Gäste - darunter Stadträte, Vereinsvertreter und Geschäftsleute - waren gekommen. Hauke und seine Frau Monika, die seit fast zehn Jahren bereits den Rewe-Markt in Wildflecken führen, dankten dem Team von insgesamt 33 Mitarbeitenden, die in den vergangenen vier Wochen unter Hochdruck den Markt eingeräumt hatten.


Erinnerung an Textilfabrik

Auf 1677 Quadratmetern präsentiert sich der neue Markt. Die Bäckereikette Peter Schmitt und Floristik Silberdistel sind Teil des Angebots, die Metzgerei Kleinhenz aus Unterleichtersbach beliefert die Fleischtheke. Auf dem Parkplatz weisen Schilder auf eine E-Tankstelle hin. Bilder mit lokalen Motiven sind im Eingangsbereich zu sehen. Im Markt selbst erinnern historische Aufnahmen an die ehemalige Textilfabrik Ferkinghoff, die einst auf dem Gelände stand.

"Ich möchte noch kurz eine Diskussionaufgreifen", sagte Hauke in seiner Rede. "Braucht es noch einen Markt? Wir sind der Überzeugung, ja!" Der Markt bringe neuen Schwung in die Lebensmittelmärkte der Stadt. Auch Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks (CSU) bezog sich in ihrem Grußwort auf diese Frage. "Was glauben Sie, wie oft ich und meine Stadträte das gefragt worden sind", sagte sie. Doch 33 Arbeitsplätze für die Region und eine heimische Lieferantenkette seien eine gute Nachricht für die Stadt. "Sie beweisen uns, dass wir es richtig gemacht haben", sagte Meyerdierks.


Bad Brückenau seit fünf Jahren Fairtrade-Stadt

2. Bürgermeister Jürgen Pfister (PWG) überreichte Sebastian Hauke die Plakette der Fairtrade-Stadt Bad Brückenau. Das Schild weist darauf hin, dass im Markt Produkte aus fairem Handel angeboten werden. Bad Brückenau ist seit 2012 als Fairtrade-Stadt zertifiziert. Dekan Michael Krammer und Pfarrer Reinhard Wolf segneten die neuen Räume.

Danach übergab Julia Lehmeier, Bezirksmanagerin bei Rewe, der Familie Hauke symbolisch einen Schlüssel. Marktleiter ist Dominik Rohde aus Külsheim, sein Stellvertreter ist Julius Günther aus Hammelburg. Lehmeier gab einen Überblick über das Unternehmen. Im vergangenen Jahr habe die Unternehmensgruppe insgesamt 54 Milliarden Euro Umsatz gemacht. 330.000 Mitarbeiter seien in rund 15.000 Märkten in zwölf europäischen Ländern beschäftigt. Neben Rewe gehören auch Vertriebsmarken wie Penny, Billa oder Toom zur Unternehmensgruppe. Für die Bevölkerung ist der neue Markt seit Mittwoch geöffnet.