Wie erwartet, ging die Arbeitslosigkeit in der Region Main-Rhön im März gegenüber den Vormonaten zurück, allerdings nur relativ moderat. Die Arbeitslosenquote sank von Februar auf März um 0,1 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent. In der Region waren im März 9673 Menschen arbeitslos gemeldet, 264 weniger als im Februar. Gegenüber dem Vorjahr allerdings gab es im März 205 arbeitslose Menschen mehr.
Im Landkreis Bad Kissingen hat sich die Arbeitslosenzahl von
Februar auf März um 166 auf 2288 Personen verringert. Das waren 22 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im März 4,1 Prozent; sie war damit genau so hoch wie im Vorjahresmonat.
"Die höhere Zahl an gemeldeten arbeitslosen Menschen im Vergleich zum Vorjahr ist kein Anzeichen einer abklingenden Konjunktur", stellt Thomas Stelzer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Schweinfurt, klar, "sie ist vielmehr zum großen Teil das Ergebnis des verstärkten Zuzuges von Menschen aus dem Ausland." Die Zahl arbeitsloser Menschen ausländischer Nationalität in der Region Main-Rhön stieg binnen eines Jahres um 38,8 Prozent von 1069 auf 1484. Damit waren im März 15,3 Prozent aller arbeitslosen Menschen im Agenturbezirk Ausländer.
Die größte Gruppe aller ausländischen Arbeitslosen stellen inzwischen mit 328 (Stand Februar, die Zahlen für März liegen noch nicht vor) die Syrer.
"Hier darf aber nicht der Eindruck entstehen, die Zuwanderung erfolge ausschließlich in die Arbeitslosigkeit und damit in die Sozialsysteme", betont der Leiter der Agentur für Arbeit. "Es gibt zwar deutlich mehr arbeitslose Ausländer", so Stelzer, "aber auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländer hat zugenommen." Sie stieg von Juni 2014 bis Juni 2015 um 11,4 Prozent auf 6808. red