In den Wald geht dann keiner, denn an diesem Tag findet der Dankgottesdienst der Wald- und Forstleute zu Ehren ihres Schutzpatrons auf dem Kreuzberg statt, in diesem Jahr zum 44. Mal.
Aus Völkersleier (Gemeinde Wartmannsroth) waren Forstarbeiter der Stiftung Juliusspital (Würzburg) zum Kreuzberg gekommen. "Wir nehmen immer einen Tag Urlaub. Der alte Brauch, dass es am Sebastianstag nicht in den Wald geht, den halten wir hoch", erklärten Robert Koch, Philipp Schwender, Wilfried Biemüller und Walter Schneider im Antoniusbau, wo im Anschluss an den Gottesdienst miteinander gefeiert wird, wo Anekdoten ausgetauscht werden, wo alte Bekannte sich treffen und neue Bekanntschaften geschlossen werden.
"Wer an Sebastian in den Wald gehe, dem geschehe ein Unglück, das ist ein alter Aberglaube", erklärte Wilfried Biemüller.