Nur eine(r) kommt durch: Um das Direktmandat des Bundestagswahlkreises 248 Bad Kissingen bewerben sich acht Kandidaten. Sie stellen sich Ihnen vor. Dazu haben wir einige Stichpunkte vorgegeben.

Genannt werden die Themen Arbeitsschwerpunkte, Energiewende und Strompreise, Belastung durch Steuern und Abgaben, Familienpolitik, Haushaltskonsolidierung, Pkw-Maut, Einkommensentwicklung, Altersarmut, Datenschutz.

Der Wahlkreis 248 ist eine schwarze Bastion und traditionell fest in der Hand der CSU. Ihre Direktkandidaten haben sich bislang stets durchgesetzt. Allerdings bröckelt die Dominanz, wenn auch nur wenig.

Über die Liste ins Parlament?

Vor vier Jahren vereinigte Dorothee Bär 53,7 Prozent der Erststimmen auf sich. Die CSU kam auf 47,3 Prozent (2005: 53,1 Prozent). Die SPD erlebte mit 17,9 Prozent der Erst- und 14,8 Prozent der Zweitstimmen ein Debakel. Ihre Bewerberin, Susanne Kastner, schaffte dennoch über die Liste den erneuten Einzug in das Parlament. Das gelang auch Hans-Josef Fell (Bündnis 90/ Die Grünen). Fell tritt wieder an, sein aktueller Listenplatz 12 garantiert allerdings nicht unbedingt eine Wiederholung.

Recht gute Chancen, über die SPD-Liste erfolgreich zu sein, hat Sabine Dittmar als Nachfolgerin von Susanne Kastner. Auch sie steht auf Platz zwölf.
So wird gewählt: Jeder darf zwei "Kreuzchen" machen. Dabei ist die Zweitstimme erste Wahl. Sie entscheidet, wie viele Politiker eine Partei ins Parlament entsenden darf. Über die Erststimmen werden die Direktkandidaten ermittelt.

Nicht unwichtig ist die Wahlbeteiligung. Sie lag 2009 bei 74,15 Prozent im Wahlkreis und bei 73,91 Prozent im Raum Bad Kissingen. Hier dominierte die CSU trotz Verlusten mit 52,79 beziehungsweise 47,77 Prozent.
Der Wahlkreis 248 besteht aus den Landkreisen Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld und Haßberge. Er ist mit 3130 Quadratkilometern fast so groß wie das Saarland. Hier leben rund 218.000 Stimmberechtigte. Im Landkreis Bad Kissingen wohnen rund 85.000 Wahlberechtigte.

Derzeit hat das deutsche Parlament bei 22 Überhangmandaten 620 Angehörige. Für die 598 Sitze bewerben sich 1149 Frauen und 3302 Männer (2009: 3556).

Es treten als Direktkandidaten an:
Dorothee Bär (CSU), Sabine Dittmar (SPD), Erhard Stubenrauch (FDP). Hans-Josef Fell (Grüne), Stefan Bannert (Die Linke), Benjamin Wildenauer (Piraten), Horst Fuchs (NPD) und Christine Wehe (Freie Wähler).