Die Gebühr für Niederschlagswasser steigt um maximal zwei auf 28 Cent je Quadratmeter versiegelter Grundstücksfläche. Für das Schmutzwasser könnte sich die Gebühr um bis zu 61 Cent auf 2,53 Euro je Kubikmeter erhöhen.
Kämmerer Gerhard Schneider begründete die Erhöhung mit gestiegenen Personal- und Energiekosten sowie sinkenden Abwassermengen: Im Kalkulationszeitraum 2007 bis 2010 verteilten sich die Gebühren noch auf 1,86
Millionen Kubikmeter pro Jahr, für die kommenden Jahre sind nur noch 1,6 Millionen Kubikmeter angesetzt. Zudem häufte sich im zurückliegenden Abrechnungszeitraum ein Defizit von 500 000 Euro an.
Einstimmig beschlossen hat der Stadtrat das Konzept zu "Bayern Barrierefrei 2023". Das Ergebnis wird nun veröffentlicht. Ein Planungsbüro hat mit Vorschlägen aus der Bevölkerung konkrete Vorschläge für mehr Barrierefreiheit ausgearbeitet: Sie betreffen unter anderem die Fußgängerzone, die Tourist-Info im Arkadenbau und den öffentlichen Nahverkehr. Die Stadträte bemängelten, dass Bad Kissingen zwar als Modellstadt ausgewählt wurde, aber der Freistatt nicht - wie zunächst zugesagt - konkrete Maßnahmen bezuschusst.
Für Diskussionen sorgte die Vergabe der Grünflächenpflege. Gleich mehrere Stadträte berichteten von schlecht gemähten Flächen etwa auf Spielplätzen. Thomas Hornung, Leiter des städtischen Tiefbaureferates, verwies darauf, dass kontrolliert werde und im vergangenen Jahr auch etliche Vertragsstrafen verhängt wurden. In Poppenroth und Albertshausen pflegt in den kommenden drei Jahren die Firma Fösel, Eltmann, die Grünflächen für insgesamt 162 165 Euro. In Arnshausen, Bad Kissingen Nord, Garitz und für die Wiesenpflege erhielt die Firma Grünwert aus Hallstadt den Zuschlag mit 403 618 Euro für die Jahre 2015 bis 2017.
Tiefbauarbeiten im Kanal- und Straßenbau erledigt in den kommenden beiden Jahren die Firma Josef Hell, die mit 614 670 Euro das beste Angebot abgab. Auf Kritik stieß im Stadtrat der Zustand des Stadtstrand-Geländes: Der Bereich im Kurpark sei in einem "erbärmlichen Zustand", sagte CSU-Stadtrat Klaus Bollwein. rr