Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) konnte sich natürlich derart offen äußern, weil die Platzgestaltung ein Erbe aus der Amtszeit seines Vorgängers ist. Dass die Stadtentwicklung jetzt überhaupt Vorschläge in den Ausschuss eingebracht hatte, hatte einen ganz konkreten und deutlich sichtbaren Grund: Die sechs Bäume, die dort ein nicht allzu geselliges Leben führen, sterben ab. Die Stadtgärtnerei hat bereits jede Menge Totholz aus den Kronen herausgeschnitten. Aber allmählich werden aus den Geheimratsecken Vollglatzen: Die Bäume sind nicht mehr zu retten. Woher die Schäden kommen, konnte nach Aussage von Stadtplaner Wolfgang Russ noch nicht ermittelt werden.

Russ nannte drei Möglichkeiten des weiteren Vorgehens: zum einen die Null-Lösung: nichts tun und warten, bis wieder Ruhe einkehrt. Oder: für 6000 Euro neue geschnittene Kugelahornbäume oder gezogene Platanen einpflanzen. Oder: ein Budget von 30.000 Euro in den Haushalt 2013 einstellen und die Bürger an der Neugestaltung beteiligen. Gewährleistungsansprüche der Stadt an eine Firma bestehen nach Aussage von Russ nicht.

Die Diskussion im Ausschuss spiegelte eine gewisse Ratlosigkeit der Mitglieder, die sich immerhin darin einig waren, dass die Variante eins nicht in Frage kommt.