47 engagierte Jahre im Forst

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Erinnerungsfoto zum Abschied (v. l.): Ehefrau Claudia Landgraf, Abteilungsleiter Hubert Türich, Forstrat Reinhard Landgraf, Personalrat Johannes Liebst und Behördenleiter Klaus Klingert. Foto: Mathias Pfüller
Erinnerungsfoto zum Abschied (v. l.): Ehefrau Claudia Landgraf, Abteilungsleiter Hubert Türich, Forstrat Reinhard Landgraf, Personalrat Johannes Liebst und Behördenleiter Klaus Klingert. Foto: Mathias Pfüller

Nach 47 Dienstjahren wurde Forstrat Reinhard Landgraf beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bad Neustadt in den Ruhestand verabschiedet.

In Gegenwart seiner forstlichen Kollegen sowie zahlreicher Ehrengäste, umrahmt von einem umfangreichem Musikprogramm würdigte Behördenleiter Klaus Klingert die Verdienste eines außergewöhnlichen Forstmannes, der eine Karriere vom Forstlehrling zum Forstrat absolvierte. Als letzter Jahrgang der "klassischen Revierförsterausbildung" lernte er sein Handwerk "von der Pike" an und fiel schon frühzeitig als engagierter Nachwuchsförster auf. 1#googleAds#100x100 Nach dem Wehrdienst in Mellrichstadt absolvierte er einen zweijährigen Vorbereitungsdienst bei der Forstverwaltung an den ehemaligen Forstämtern Bad Königshofen, Illertissen und Mellrichstadt.


Ruf eines Experten

Nach der Forstinspektorenprüfung kam er 1977 an das Forstrevier Oerlenbach, in dem er sofort mit großem Elan und Überzeugungskraft an die Erschließung, Pflege und Verjüngung der ihm anvertrauten Wälder heranging. Alsbald erwarb er sich im Kollegenkreis den Ruf eines erfolgreichen Waldbauexperten. Seine besonders gelungenen Naturverjüngungsflächen waren regelmäßige Anlaufstationen für Fortbildungen und lockten zahlreiche Wissensbegierige in sein Revier. Aufgrund seiner erfolgreichen Ausbildungstätigkeit für den forstlichen Nachwuchs erfolgte die Beförderung zum Forstamtsrat 1995. Nach 28 Jahren Revierleitertätigkeit nahm er 2005 einen neu geschaffenen Dienstposten als Qualitätsbeauftragter für das forstliche Förderwesen in Angriff und wurde schon nach kurzer Zeit befördert.
Wesentliche Merkmale seines Arbeitsstils bei allen Tätigkeiten seien seine Fähigkeit zu analytischem und strategischem Denken, eine geschickte Selbst- und Zeitplanung, sein humorvolles und hilfsbereites Wesen und ein außerordentlich ausgeprägtes Verantwortungsgefühl, lobte Klingert. Dies zeigte sich auch bei der Mitarbeit im örtlichen Personalrat sowie bei vielen außerdienstlichen Engagements.