Zwei Schwerverletzte und ein hoher Schaden sind die Bilanz eines Unfalls am frühen Montag (15. August 2022) in Goldbach (Landkreis Aschaffenburg).

Wie die Polizei Unterfranken mitteilt, meldete sich gegen 1.40 Uhr ein Zeuge bei der Polizei. Er gab an, einen Pkw - der Akustik nach mit überhöhter Geschwindigkeit - an seinem Wohnhaus vorbeifahren gehört zu haben. Unmittelbar danach soll es einen lauten Knall gegeben haben.

Unfall auf der Goldbacher Hauptstraße: Anwohner und junger Feuerwehrmann hören lauten Knall

Unverzüglich machten sich mehrere Streifen der Polizeiinspektion Aschaffenburg, Rettungsdienst und Feuerwehr auf den Weg und fanden ein brennendes Fahrzeug vor.

"Im wahrsten Sinne des Wortes ihren Schutzengel hatten die beiden Pkw-Insassen in Person dreier Ersthelfer", heißt es in der Mitteilung der Polizei weiter. Diese waren zur Unfallstelle hinzugekommen und zogen nach eigenen Angaben Fahrer und Beifahrerin aus dem Auto, kurz bevor dieses in Flammen aufging. 

Laut Bericht des Aschaffenburger Kreisfeuerwehrverbands handelt es sich bei den Rettern um junge Feuerwehrleute:  Ein Teilnehmer eines Jugendzeltlagers habe vom Gelände des MSC in Goldbach aus den lauten Knall aus Richtung des Goldbacher Waldschwimmbades genommen. Daraufhin habe der junge Feuerwehrmann einige Kameraden verständigt, und war mit ihnen zur Kontrolle in die Richtung gefahren, in der er den Knall vermutete.

Auto überschlägt sich und prallt gegen Bäume: Fahrer und Beifahrerin (beide 25) schwer verletzt

Im Hinblick auf die Rekonstruktion des Unfallhergangs wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg auch ein Sachverständiger hinzugezogen, so die unterfränkische Polizei.

Nach ersten Erkenntnissen befuhr der 25-jährige Fahrer mit seiner gleichaltrigen Beifahrerin die Hauptstraße in Fahrtrichtung des Ortsteils Unterafferbach. Aus Gründen, die Gegenstand der Ermittlungen sind, kam er in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab. Das Auto überschlug sich, prallte gegen zwei Bäume und fing Feuer.

Die beiden Insassen kamen nach einer Erstversorgung durch den Rettungsdienst unter anderem mit einem Rettungshubschrauber schwer verletzt in Kliniken. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 60.000 Euro.

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