Unterfränkischer Arzt vergewaltigt mehrere Patientinnen - nun steht seine Strafe fest

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Ein Kardiologe aus Aschaffenburg hat gestanden, Patientinnen vergewaltigt zu haben. Deshalb muss er nun ins Gefängnis. Eine Revision des Angeklagten verwarf der Bundesgerichtshof.

Update vom 21.02.2024: Haftstrafe gegen Kardiologen nach sexuellen Übergriffen rechtskräftig

Die Haftstrafe gegen einen Arzt, der zwei Patientinnen am Untermain vergewaltigt hatte, ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof habe die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen, teilte eine Sprecherin des Landgerichts Aschaffenburg am Mittwoch (21. Februar 2024) mit.

Das Gericht hatte den Kardiologen im vergangenen Oktober zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt und zudem ein dreijähriges Berufsverbot als Arzt für die Behandlung von Frauen verhängt. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe im Prozess gestanden.

Der Mediziner hatte im April 2021 eine Frau wegen Herzbeschwerden behandelt. Bei einer Ultraschalluntersuchung führte er dann ohne Vorwarnung seine Finger in die Scheide der Patientin ein. Das war nach Aussage eines Gutachters medizinisch nicht notwendig.

Eine weitere Patientin musste im September 2022 dem Kardiologen gegen ihren Willen in den Schritt fassen. Zudem berührte der Arzt die Frau laut Anklage in ihrem Intimbereich und drang mit einem Finger in sie ein. Einem dritten Opfer filmte der Angeklagte bei einem Gespräch in der Praxis heimlich unter den Rock.

Derweil ermittelt die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wegen zwei weiterer ähnlicher Taten an zwei Frauen gegen den Mann, wie ein Sprecher der Behörde am Mittwoch mitteilte. 

Update, 10.10.2023, 17.25 Uhr: Arzt gesteht mehrfache sexuelle Übergriffe - Haftstrafe

Nach der Vergewaltigung zweier Patientinnen am Untermain hat das Landgericht Aschaffenburg einen Arzt zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Das teilte eine Gerichtssprecherin am Dienstag mit. Zudem verhängte das Gericht ein dreijähriges Berufsverbot als Arzt für die Behandlung von Frauen. Der Angeklagte hatte im Prozess die Vorwürfe gestanden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der 52-Jährige hatte im April 2021 eine Frau wegen Herzbeschwerden behandelt. Bei einer Ultraschalluntersuchung führte er dann ohne Vorwarnung seine Finger in die Scheide der Patientin ein. Das war nach Aussage eines Gutachters medizinisch nicht notwendig.

Eine weitere Patientin musste im September vorigen Jahres dem Kardiologen gegen ihren Willen in den Schritt fassen. Zudem berührte der Arzt die Frau laut Anklage in ihrem Intimbereich und drang mit einem Finger in sie ein. Einem dritten Opfer filmte der Angeklagte bei einem Gespräch in der Praxis heimlich unter den Rock.

Die Staatsanwaltschaft hatte für den Mann unter anderem wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und vier Monaten beantragt. Die Verteidigung plädierte auf zwei Jahre Haft, ausgesetzt zur Bewährung.

Ursprungsmeldung vom 10.10.2023, 9.23 Uhr: Arzt gesteht gegenüber Richter die Vorwürfe – mehrere sexuelle Übergriffe auf Patientinnen

Schwere Vorwürfe und ein Geständnis. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, soll ein wegen Vergewaltigung zweier Patientinnen angeklagter Arzt im Prozess vor dem Landgericht Aschaffenburg die Vorwürfe gestanden haben.

Laut Bericht hatte dies der Vorsitzende Richter am Montag, 9. Oktober 2023 in einer Verhandlungspause erklärt, da die Öffentlichkeit von dem Verfahren teilweise ausgeschlossen war. Und die Anklagepunkte gegen den Kardiologen wiegen schwer. 

Arzt aus Aschaffenburg – mehrere sexuelle Übergriffe seit dem Jahr 2021 

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 52 Jahre alten Arzt unter anderem Vergewaltigung und Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen vor. Laut Anklageschrift soll der Mann bereits im April 2021 eines seiner mutmaßlichen Opfer in den Räumen einer kardiologischen Praxis am Untermain wegen Herzbeschwerden behandelt haben.

Bei einer Ultraschalluntersuchung soll er demnach dann plötzlich seine Finger in die Scheide der Patientin eingeführt haben, obwohl dies medizinisch nicht notwendig gewesen sei. Das bestätigte zu Prozessauftakt, laut dpa-Bericht, auch ein Gutachter dem Gericht.

Weiter heißt es zu den Anklagepunkten, dass der Arzt im September 2022 eine andere Patientin gegen ihren Willen dazu gebracht haben soll, seinen Penis anzufassen. Zudem berührte er die Frau laut Anklage in ihrem Intimbereich und drang mit einem Finger in sie ein – auch dies soll gegen ihren Willen erfolgt sein. Wenige Wochen vorher soll der Kardiologe zudem einer anderen Frau heimlich in einem Arztzimmer unter den Rock gefilmt haben. Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage angesetzt.

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