Streit unter Nachbarn endet in Bluttat: Schreiner (55) verfasste noch Abschiedsbrief

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Weiltingen: Mann aus Auto heraus erschossen
Nach den tödlichen Schüssen auf einen 33-Jährigen in Weiltingen dauern die Ermittlungen weiter an.
Weiltingen: Mann aus Auto heraus erschossen
NEWS5/Fricke
Weiltingen: Mann aus Auto heraus erschossen
Im mittelfränkischen Weiltingen kam es am Montagmorgen zu einem Gewaltverbrechen: Ein Mann soll einen anderen erschossen haben. Polizei und Rettungsdienst rückten an.
Weiltingen: Mann aus Auto heraus erschossen
Marius Bulling (Ostalb Network/onw-images)
Weiltingen: Mann aus Auto heraus erschossen
Im mittelfränkischen Weiltingen kam es am Montagmorgen zu einem Gewaltverbrechen: Ein Mann soll einen anderen erschossen haben. Polizei und Rettungsdienst rückten an.
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Im mittelfränkischen Weiltingen kam es am Montagmorgen zu einem Gewaltverbrechen: Ein Mann soll einen anderen erschossen haben. Polizei und Rettungsdienst rückten an.
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Im mittelfränkischen Weiltingen kam es am Montagmorgen zu einem Gewaltverbrechen: Ein Mann soll einen anderen erschossen haben. Polizei und Rettungsdienst rückten an.
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Sie zankten sich wegen Lärm und den Corona-Regeln, dann nahm der Nachbarschaftsstreit ein tragisches Ende: Ein 55-Jähriger soll einen 33-Jährigen im Kreis Ansbach erschossen haben. Der mutmaßliche Täter habe aber noch weitere Menschen bedroht.

Update vom 12.10.2022, 14.50 Uhr: Zwei Tote in Weiltingen wegen Nachbarschaftsstreit?

Einer Bluttat am vergangenen Montag in Weiltingen im Landkreis Ansbach ist ein jahrelanger Nachbarschaftsstreit vorausgegangen. Das spätere Opfer, ein 33 Jahre alter Mann sowie der 55 Jahre alte mutmaßliche Täter, hätten sich seit mindestens 2019 wechselseitig mit Vorwürfen überzogen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Polizei sei deswegen mehrere Dutzend Mal in Weiltingen gewesen. Der spätere Täter sei dabei häufiger Beschwerdeführer gewesen als das spätere Opfer.

Bei den Beschwerden habe es sich jedoch meist um vergleichsweise geringfügige Belange gehandelt, wie etwa Ruhestörung oder Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz, sagte der Polizeisprecher. In einem Fall sei es im Zuge der Streitigkeiten zu einem Verkehrsunfall gekommen, bei dem auch Nötigung im Straßenverkehr eine Rolle gespielt haben soll. Die Ansbacher Mordkommission arbeitet zur Klärung des Falls mit der Ansbacher Staatsanwaltschaft zusammen.

"In diesem Zusammenhang konnte recherchiert werden, dass im Zeitraum von 2019 bis 2022 gut 30 polizeilich relevante Sachverhalte bezüglich des vorherrschenden Streits beider Männer bekannt wurden", informiert das Polizeipräsidium Mittelfranken über den aktuellen Stand der Ermittlungen. "Im Verlauf des laufenden Ermittlungsverfahrens gaben zudem mehrere Personen an, dass sie in der Vergangenheit von dem 55-Jährigen bedroht wurden, hiervon aber die Polizei nicht in Kenntnis setzten."

Der 55 Jahre alte Schreinermeister hatte am vergangenen Montag aus seinem Auto heraus mehrmals auf den vor seinem Grundstück stehenden 33-Jährigen geschossen und diesen getötet. Später wurde die Leiche des Schützen in dessen Auto gefunden - nach Polizeiangaben hat sich der Mann selbst getötet.

Außerdem habe die Polizei in dem Auto des 55-Jährigen einen Abschiedsbrief gefunden, den dieser nach der Tat verfasst hatte. Der Inhalt des Briefes würde die bisherigen Einschätzungen der Polizei bestätigen. Zudem lag im Fahrzeug eine Pistole, bei der es sich um die Tatwaffe handeln könnte.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Obduktion der beiden Leichen angeordnet. Dabei kam in Übereinstimmung mit den am Tatort gesicherten Spuren heraus, dass der mutmaßliche Täter insgesamt elf Schüsse aus nächster Nähe abfeuerte, meldet die Polizei. "Alle elf Projektile trafen den Körper des Opfers."

Update vom 11.10.2022, 11.30 Uhr: Polizei bestätigt Tod des mutmaßlichen Täters - Suche nach Motiv geht weiter

Nach den tödlichen Schüssen auf einen 33-Jährigen vor seinem Haus im mittelfränkischen Weitlingen suchen die Ermittler weiterhin nach dem Motiv des Täters. Die Polizei hatte diesen später leblos in seinem Auto gefunden.

Ein Nachbarschaftsstreit zwischen den beiden Männern sei nicht auszuschließen, da diese in unmittelbarer Nähe zueinander gewohnt hätten, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Ob dies auch ein Motiv gewesen sein könnte, könne sie nicht sagen.

Der 55-Jährige war nach Angaben der Polizei am Montag mit seinem Transporter zum Anwesen des Opfers am Ortsrand gefahren und feuerte daraus auf den 33-Jährigen. Danach flüchtete er. Zahlreiche Einsatzkräfte und ein Hubschrauber suchten nach dem Verdächtigen. Zwei Stunden später fanden sie den Transporter mit dem Toten in einem Waldstück. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte er sich selbst getötet.

Update vom 10.10.2022, 13.45 Uhr: Polizei stößt bei Weiltingen auf Fluchtauto

Tödliche Schüsse im Kreis Ansbach: In Weiltingen ist am Montagvormittag (10. Oktober 2022) ein 33-jähriger Mann getötet worden. Ein dringend Tatverdächtiger befand sich zunächst auf der Flucht. Mittlerweile hat die Polizei aber neue Informationen zum Fall.

Das Polizeipräsidium Mittelfranken spricht von einem Gewaltverbrechen: Gegen 10.45 Uhr wurden in der Frankenhofener Straße aus einem Fahrzeug heraus Schüsse auf einen Mann abgefeuert, der sich zu diesem Zeitpunkt am Fahrbahnrand befand.

Beim Schützen soll es sich ebenfalls um eine männliche Person gehandelt haben. Das 33-jährige Opfer wurde tödlich verletzt. Anschließend flüchtete der Tatverdächtige in einem schwarzen Ford Transit mit auswärtigem Kennzeichen, so die Polizei weiter.

Im Laufe der anschließenden Fahndung mithilfe eines Polizeihubschraubers stießen die Ermittler gegen 12.45 Uhr auf das gesuchte Auto. Dieses stand in einem Waldstück, nur wenige Kilometer vom Tatort entfernt. Auf dem Fahrersitz fanden Beamte des Spezialeinsatzkommandos eine männliche Person, "die sich offensichtlich das Leben genommen" hatte, heißt es in der offiziellen Mitteilung des Präsidiums.

Derzeit führt die Kriminalpolizei am Tatort eine Spurensicherung sowie Befragungen durch. Nach ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei Ansbach gehen die Beamten derzeit davon aus, dass sich der Tatverdächtige und das Opfer kannten.

Erstmeldung vom 10.10.2022, 12.19 Uhr: Mann bei Ansbach mit gezieltem Schuss getötet

Im Kreis Ansbach ist es am Montag zu einem brutalen Tötungsdelikt gekommen. Die Polizei konnte den Täter bisher nicht fassen.

Ein bewaffneter Täter hat in Weiltingen bei Ansbach nach Darstellung der Polizei einen Mann erschossen. Der Bewaffnete sei mit einem schwarzen Transporter vom Typ Ford Transit geflüchtet, sagte ein Polizeisprecher am Montag in Nürnberg. Nach ihm werde gefahndet.

Vermutlich Beziehungstat - Täter weiter flüchtig

Es handele sich offenbar um eine Beziehungstat, der Täter habe nach ersten Erkenntnissen nicht wahllos geschossen. Nähere Informationen zum Hintergrund des Verbrechens gab der Polizeisprecher zunächst nicht bekannt.

Hinweis der Redaktion: Wir berichten für gewöhnlich nicht über Selbstmorde. Eine Ausnahme bilden Fälle von großem öffentlichen Interesse. Bei der Telefonseelsorge erreichst du unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Hilfe in schwierigen, möglicherweise ausweglos erscheinenden Situationen. Innerhalb von Bayern kannst du dich alternativ unter der 0800-6553000 beim Netzwerk Krisendienste Bayern melden. Dort bekommst du rund um die Uhr qualifizierte Hilfe in psychischen Krisen und Notfällen. Unter www.frnd.de ("Freunde fürs Leben") findest du zudem weitere Informationen und Hilfsangebote.