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Schockanruf im Kreis Ansbach: Senior durchschaut "Polizistin"


Autor: Kyrill Wunderlich

, Samstag, 25. April 2026

Eine vermeintliche Polizistin gaukelt einem Senior am Telefon eine Geschichte vor. Er solle sein Erspartes zur Abholung bereitstellen. Der Mann kommt der Aufforderung zunächst nach.


Am Freitag (24. April 2026) hat ein Senior aus Dinkelsbühl einen Anruf bekommen - vermeintlich von der Polizei. In Wirklichkeit handelte es sich um einen dreisten Betrugsversuch. Davon berichtete die örtliche Polizei am Samstag.

Die falsche Polizistin erzählte dem Senior eine dubiose Geschichte: Nach der Festnahme rumänischer Einbrecher sei eine Liste mit seinem Namen aufgetaucht. Da der Mann angeblich Gold und Bargeld im Haus habe, sei nun ein Eingreifen der Staatsanwaltschaft Nürnberg vonnöten. Diese müsse das registrieren und so vor den noch flüchtigen Mittätern in Sicherheit bringen, fasst die Polizei Dinkelsbühl zusammen.

Senior stellt Erspartes bereit - und wird dann misstrauisch

Aufgrund der eingeschränkten Mobilität des Mannes bot die Anruferin an, das Geld direkt an seiner Haustür abholen zu lassen. Der Senior willigte ein und stellte sein Erspartes bereit - wurde im letzten Moment aber misstrauisch.

Er verständigte die Nachbarschaft und seine Tochter. Als die falsche Polizistin erneut anrief, legte er auf. Seine Tochter alarmierte daraufhin die echte Polizei.

Besonders dreist: Im vergangenen Monat verstarb die Ehefrau des Seniors,  lokale Medien veröffentlichten eine entsprechende Todesanzeige. Betrüger nutzen solche Anzeigen gezielt aus, "um alleinstehende und trauernde Personen als potenzielle Opfer zu identifizieren", warnt die Polizei. 

So schützt du dich vor Telefonbetrug

Die Polizei gibt in diesem Zusammenhang drei Tipps und Hinweise zum Schutz vor Telefonbetrug:

  • Die Polizei bittet niemals am Telefon um die Aushändigung von Bargeld oder Wertsachen zur „Registrierung“ oder „Sicherung" 
  • Leg sofort auf, wenn Geld oder Informationen zu deinen Vermögensverhältnissen gefordert wird
  • Übergebe niemals Geld oder Schmuck an Unbekannte

Wichtig sei auch,  Eltern und Großeltern im Gespräch über diese Betrugsmaschen aufzuklären. "Oft hilft bereits die Sensibilisierung im familiären Umfeld, um die Täter scheitern zu lassen".