In Dinkelsbühl ist ein Streit zwischen zwei Männern so weit eskaliert, dass einer von ihnen den anderen mit einem massiven Stein eingriff. Außerdem versuchte er, einen Polizisten mit einem Stein zu verletzen.
Wie die Polizei Mittelfranken am Sonntag mitteilt, hat ein 41-Jähriger am Freitagabend (16. Juni 2023) versucht, seinen Kontrahenten nach einem vorangegangenen Streit in Dinkelsbühl (Landkreis Ansbach) mit einem Stein anzugreifen. Die Polizei nahm den Mann fest.
Gegen 17.45 Uhr wurde der Einsatzzentrale mitgeteilt, dass es in der Karlsbader Straße zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern gekommen sei. Erste Ermittlungen einer verständigten Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Dinkelsbühl ergaben, dass der 41-Jährige mutmaßlich einen 38-jährigen Mann körperlich angegriffen hatte.
Aggression nach Auseinandersetzung - Versuchte Attacke mit Stein auf Polizei und Kontrahenten
Noch während die Beamten mit beiden Personen sprachen, versuchte der 41-Jährige, seinen Kontrahenten erneut anzugreifen. Die Einsatzkräfte konnten den Angriff zwar unterbinden, allerdings griff sich der Beschuldigte im Gerangel einen Stein und schlug damit nach einem Polizisten.
Der Stein verfehlte den Beamten, allerdings traf ihn der Beschuldigte mit der Hand. Im weiteren Verlauf riss sich der 41-Jährige kurzzeitig los, nahm einen massiven Stein an sich und versuchte, damit auf den 38-Jährigen einzuschlagen. Die Polizeistreife konnte den Angriff abermals unterbinden und dem Tatverdächtigen Handschellen anlegen.
Der Polizeibeamte zog sich insgesamt leichte Verletzungen zu und blieb dienstfähig. Der 38-Jährige erlitt durch den zugrundeliegenden Angriff Schmerzen am Hals. Eine medizinische Versorgung war bei beiden nicht notwendig.
41-Jähriger im psychischen Ausnahmezustand
Im Zuge der weiteren Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass sich der 41-Jährige in einem psychischen Ausnahmezustand befindet. Nachdem die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth einen Unterbringungsbefehl beantragt hatte, wurde der 41-Jährige in einer Fachklinik untergebracht.
Das Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei übernimmt die weitere Sachbearbeitung, unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Totschlags.