A6 im Kreis Ansbach: Wegen Stau nach tödlichem Unfall - Mann (69) kracht in Stauende und schwebt nun in Lebensgefahr
Autor: Redaktion
Herrieden, Dienstag, 14. Juni 2022
Infolge eines Staus nach einem tödlichen Unfall auf der A6 bei Ansbach kam es zu einem weiteren Unfall mit einem Schwerverletzten. Der Unfallfahrer verlor die Kontrolle über sein Auto, rammte mehrere Lkws und schwebt nun in Lebensgefahr.
Am Montagvormittag (13. Mai) kam es auf der Bundesautobahn A 6 in beiden Fahrtrichtungen aufgrund des tödlichen Verkehrsunfalls bei Schnelldorf zu größeres Staus.
Gegen 9.20 Uhr befuhr dann ein 69-Jähriger aus dem Landkreis Ansbach mit seinem Auto die Autobahn in Fahrtrichtung Heilbronn. Kurz vor der Anschlussstelle Aurach näherte er sich auf der rechten Fahrspur einem Sattelzug, den ein 35-Jähriger steuerte. Als der Fahrer des Sattelzuges am Stauende abbremste, wechselte der Autofahrer von der rechten auf die linke Fahrspur. Dabei verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte auf den zwischenzeitlich stehenden Sattelzug, berichtete die Verkehrspolizei Ansbach.
Kontrolle über Auto verloren: Mann rammt mehrere Fahrzeuge und wird eingeklemmt
Anschließend drehte sich sein Fahrzeug einmal um die eigene Achse und prallte dabei zunächst gegen die Mittelschutzplanke. Von dort wurde er zurück auf die Fahrbahn geschleudert. Er rammte zunächst einen Lkw und krachte anschließend in das Heck eines stehenden Lkws, an dessen Steuer ein 60-Jähriger saß. Der 69-Jährige wurde dann in seinem Fahrzeug eingeklemmt.
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Er musste von Einsatzkräften der zwischenzeitlich alarmierten Freiwilligen Feuerwehren aus Herrieden und Aurach aus dem Wrack befreit werden. Der Unfallverursacher wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst an der Unfallstelle mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Nürnberg - Süd geflogen werden. Derzeit (Stand 14.06.2022, 09.15 Uhr) schwebt der Fahrer noch immer in Lebensgefahr.
Die beiden Lkw-Fahrer blieben unverletzt. Der Sachschaden dürfte sich nach erster Schätzung der Polizei auf insgesamt mindestens 30.000 Euro belaufen. Bei der Unfallaufnahme wurde auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft Ansbach ein Sachverständiger hinzugezogen. Nach etwa zwei Stunden konnte die linke Fahrspur für den Verkehr freigegeben werden. Nach weiteren zwei Stunden war die Unfallstelle gegen 13.30 Uhr geräumt und der Fahrzeugverkehr konnte in diesem Streckenabschnitt wieder ungehindert fließen.