Welche Auswirkungen hat das für Reisende?
Fahrgäste müssen sich auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Viele Regionalverbindungen fallen aus, Fern- und Güterzüge werden großräumig umgeleitet. Verkehrsunternehmen rechnen mit längeren Reisezeiten und zusätzlichen Umstiegen.
Nach Angaben der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) müssen Pendler mit wechselnden Regelungen und zusätzlichem Aufwand rechnen. Die Bauarbeiten würden «viel Geduld erfordern», heißt es auch von der Eisenbahngesellschaft Metronom.
Welche Ersatzangebote gibt es?
Für ausfallende Züge wird ein umfangreicher Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Zwischen mehreren Orten – wie Lüneburg, Uelzen und Langenhagen – sollen Busse verkehren. Zudem werden einzelne Zugverbindungen auf Teilstrecken aufrechterhalten.
Zwischen Hannover und Celle etwa sollen zusätzliche S-Bahnen fahren. Auf dem Abschnitt zwischen Uelzen und Hamburg bleibt ein eingeschränktes Zugangebot bestehen. Die LNVG betont, man habe alles getan, um ein «verlässliches Angebot sicherzustellen».
Gibt es Kritik an den Planungen?
Ja. Die LNVG kritisiert insbesondere kurzfristige Änderungen am Bauablauf. Hintergrund ist, dass sich Bauarbeiten auf einer anderen wichtigen Bahnstrecke – der zwischen Hamburg und Berlin – verzögert haben und dadurch Anpassungen nötig wurden.
LNVG-Geschäftsführerin Carmen Schwabl sagte, die Änderungen hätten die Beteiligten vor «enorme Herausforderungen» gestellt. Zugleich forderte sie, die Sperrzeiten nun konsequent zu nutzen und bis zur Generalsanierung 2029 möglichst keine weiteren großen Baustellen mehr einzuplanen.
Was bedeutet das langfristig für den Bahnverkehr?
Die aktuellen Arbeiten sind nur ein erster Schritt. Für 2029 plant die Deutsche Bahn eine mehrmonatige Generalsanierung des gesamten Korridors. Dabei sollen zahlreiche Maßnahmen gebündelt werden, um die Strecke grundlegend zu modernisieren.
Ziel ist ein leistungsfähigeres und weniger störanfälliges Netz. Nach Darstellung der Bahn sollen nach einer solchen Generalsanierung für mehrere Jahre keine größeren Bauarbeiten mehr nötig sein.