"Irreparabel zerstört": Nacktschnecke legt komplette Ampelanlage lahm - Stadt hat jetzt ein Problem

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Eine Nacktschnecke soll Schuld am Ausfall einer Ampelanlage in Hessen haben. Da die Lieferzeit für das nötige Ersatzteil mindestens eine Woche beträgt, suche die Stadt nun nach einer Zwischenlösung.

Eine Nacktschnecke hat es geschafft, eine komplette Ampelanlage lahmzulegen. Das kleine Tier war in die Ampel gekrochen und hatte damit einen Kurzschluss ausgelöst. Für die Stadt Neu-Isenburg (Landkreis Offenbach) hat das nun weitreichende Folgen.

Plötzlich ging an der Kreuzung Friedhofstraße/St. Florian-Straße/Martin-Behaim-Straße nichts mehr: Gegen 4 Uhr morgens löste die Hauptsicherung der Ampel aus und somit wurde die komplette Anlage vom Strom abgeschnitten. Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Freitag (15. September 2023), wie die Stadt aber nun erst mitteilte.

Ampelanlage in Neu-Isenburg ist kaputt - wegen einer Schnecke

Der Servicespeziallist einer Fachfirma vermutet, dass eine Nacktschnecke den Ausfall "mit großer Wahrscheinlichkeit" verschuldet hat, wie die Stadtverwaltung erklärt. Das Weichtier sei in das Steuergerät eingedrungen und habe dabei einen Kurzschluss ausgelöst. "Leider hat der Kurzschluss das Steuergerät der komplexen Ampelanlage irreparabel zerstört", heißt es in einer Mitteilung der Stadt zu den Folgen des Vorfalls.

Ein Ortstermin am Montag habe ergeben, dass das Gerät auf jeden Fall ausgetauscht werden muss. Da die Lieferzeit für ein neues Steuergerät mindestens eine Woche beträgt, arbeite die Stadt mit Hochdruck an einer Zwischenlösung, um den Verkehrsfluss an der Kreuzung wiederherzustellen.

Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein und Erster Stadtrat Stefan Schmitt wenden sich folgendermaßen an die betroffenen Bürger und Verkehrsteilnehmer: "Wir prüfen gerade, ob wir das Steuerungsgerät einer zurzeit wegen Bauarbeiten nicht benötigten Ampelanlage vorübergehend an der betroffenen Kreuzung einbauen lassen können. Alternativ müssen wir auf Behelfsampeln zurückgreifen, die jedoch auch erst einmal beschafft werden müssen." Zum Schicksal der Schnecke machte die Stadt unterdessen keine weiteren Angaben.

red/dpa

Vorschaubild: © Patrick Pleul, dpa